Windkraft

Bürger wehren sich gegen die Anlagen

Werner Roos (Titisee-Neustadt)

Von Werner Roos (Titisee-Neustadt)

Sa, 21. März 2020

Leserbriefe

Zu: "Der Rotmilanbestand hat sich erholt", Beitrag von Franz Schmider (Politik, 18. März)
Während das Land besorgt die Entwicklung der Viruspandemie verfolgt und sich auf drastische Einschränkungen einstellt, verbessert der Umweltminister die Chancen zur Errichtung von Windenergieanlagen, indem er die Schutzwürdigkeit des Milans herabstuft. So erfreulich es ist, wenn sich eine gefährdete Art infolge bisheriger Schutzmaßnahmen erholen konnte: Diese Entscheidung hat einen unangenehmen Beigeschmack. Wer Diskussionen zwischen betroffenen Bürgern und den Forderungen der Windindustrie miterlebt hat, weiß, dass nicht allein die Sorge um den Milanbestand zu Auseinandersetzungen geführt hat. Immer mehr Bürger wehren sich gegen die Aufstellung der riesigen Windanlagen im Wald und in Schwachwindgebieten. Da aber wirksame Abstandsregeln zum Schutz des Menschen fehlen (mit Ausnahme von Bayern), klammern sich viele Betroffene an die Schutzwirkung von Milanhabitaten. Diesen "Notnagel" hat unser Bundesland nun gezogen. Werner Roos, Titisee-Neustadt