Herrischried

Herrischrieds Bürgermeister Berger weist Vorwürfe zurück

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Fr, 24. Mai 2019 um 15:45 Uhr

Herrischried

Ein neuer Eislaufverein hat sich in Herrischried gegründet, bekommt aber keine Trainingszeiten in der Eishalle. Bürgermeister Berger verteidigt die Entscheidung des Gemeinderates

Gar nicht einverstanden ist Herrischrieds Bürgermeister Christof Berger mit Aussagen, die Marie-Claude und Ulrich Hartmann am Tag nach der Gemeinderatssitzung gemacht haben und die in der Badischen Zeitung in der Mittwochausgabe zu lesen waren. Hintergrund: In der Gemeinderatssitzung am Montagabend wurde beschlossen, dass dem neu gegründeten Eissportclub, in dem Marie-Claude Hartmann Vorsitzende und ihr Mann Ulrich Trainer ist, keine Trainingszeiten in der Eishalle zur Verfügung gestellt werden.

Bürgermeister Berger schreibt dazu in einer Pressemitteilung: "Die Vorsitzende des Eisportclubs Herrischried, Frau Marie-Claude Hartmann und ihr Ehemann Ulrich Hartmann werden wie folgt zitiert: ,Es war eine kinderfeindliche Gemeinderatsentscheidung’. Dieser Aussage muss ich auch im Namen des Gemeinderats sehr deutlich widersprechen", so Bürgermeister Berger. Und weiter: "Der Gemeinderat musste zu einem Sachverhalt eine sachgerechte Entscheidung treffen und dabei die Interessen der beteiligten Vereine berücksichtigen. Wenn hier Fehler gemacht oder gar kinderfeindliche Entscheidungen getroffen wurden, so doch ausschließlich von erwachsenen Personen außerhalb des Gemeinderats und noch lange vor der Entscheidung am Montag.

Bürgermeister und Gemeinderat empfinden den Vorwurf als unsachlich und grob unfair. Bürgermeister und der als Mediator ausgebildete Gemeinderat Bernd Kühnel haben mit Hinweis auf die Kinder, die letztendlich Opfer der Auseinandersetzung unter Erwachsenen sind, angeregt, möglichst mit Hilfe eines Mediators den Streit beizulegen, im Interesse der Kinder", wehrt sich Christof Berger gegen den Vorwurf der Hartmanns, kinderfeindlich gehandelt zu haben.

Auch die Aussage der Hartmanns, "mit einer einzigen wöchentlichen Eisstunde könnte der Eissportclub noch überleben" schreibt Berger: "Wenn dem Eissportclub eine Stunde bereits ausreichen würde, so müsste diese Stunde vom Eislaufverein gekürzt werden. Der Eislaufverein unterrichtet 57 Jugendliche. Hinzu kommen noch die 24 Erwachsenen." Die Kinder und Jugendlichen gehören laut Berger folgenden Altersklassen an: 17 Kinder von drei bis sechs Jahren, 22 Kinder von sieben bis zehn Jahren und 18 Kinder im Alter von elf bis 16 Jahren.

Es sei unmöglich, die bisher schon begrenzte Trainingszeit um eine Stunde (oder 25 Prozent) von vier Stunden auf drei Stunden zu kürzen. Eine solche Maßnahme würde höchstens den weiteren Fortbestand des Eislaufvereins in Gefahr bringen.

Auch die Aussage von Marie-Claude und Ulrich Hartmann, dass es zu Beginn der Kooperation mit dem Eislaufverein 25 aktive Läufer im Verein gegeben habe, zweifelt der Bürgermeister an: "Richtiger wäre laut einem Zeitungsbericht vom 9. September 2017 der Badischen Zeitung die Zahl 50 gewesen, also doppelt so viele wie angegeben."