Fado

Carminho im Burghof: Schwalbe auf Frühlingssuche

Stefan Franzen

Von Stefan Franzen

Do, 24. September 2015

Rock & Pop

FADO I: Portugals Ausnahmesängerin Carminho stellt beim Saisonauftakt im Burghof Lörrach ihr drittes Album "Canto" vor.

Bittersüß besingt er das Schicksal, ist sehnsuchts- und espritvoll, und spiegelt so seit dem 19. Jahrhundert die Volkseele Portugals: der Fado. Das Nationalgenre, das sich in Lissabons Altstadt einst aus brasilianischen und arabischen Quellen sowie den Liedern einheimischer Seeleute speiste, hat in den vergangenen 20 Jahren die Fesseln der Tradition abgeschüttelt, schlägt Brücken zu Jazz und Pop. Mit Carminho und Gisela João treten nun Koryphäen der jungen Fadogeneration in Südbaden auf. Wir stellen beide vor.

Ihr zuzuhören ist ergreifend. Wenn ihre Landsfrauen Mísia, Mariza, Ana Moura und Cristina Branco Exegetinnen des Fado sind, dann ist Carminho seine neue Prophetin. Nach zwei der klassischen Spielart des Genres verpflichteten Alben wagt sich die 30-Jährige mit ihrer dritten Platte "Canto" auch nach Brasilien und in die erdige portugiesische Folklore.

"An den Tag, an dem ich begonnen habe Fado zu singen, erinnere ich mich nicht mehr. Ich weiß ja auch nicht mehr, an welchem Tag ich anfing zu sprechen. Fado lernt man wie seine Muttersprache, es gibt keine ...

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