Koalitionsverhandlungen

CDU hat bei Windenergie klein beigegeben

Roland Grassl

Von Roland Grassl (Bühl)

Di, 20. April 2021

Leserbriefe

Zu: "Dem Aufbruch im Land fehlt das Geld", Beitrag Roland Muschel (Politik, 7. April)

Nun darf man gespannt sein. Eine Regierungsbeteiligung in Baden-Württemberg war der CDU so wichtig, dass sie dafür grundlegende Prinzipien über Bord warf. In Sachen Windenergie hat sie klein beigegeben und ist vor Kretschmanns Aussage, er hätte zwei Koalitionsmöglichkeiten, eingeknickt. Dabei war gar nicht sicher, ob die FDP sich gleichermaßen hätte über den Tisch ziehen lassen. Hätte die FDP den forcierten Ausbau der Windenergie abgelehnt, wäre Kretschmann möglicherweise sehr viel kompromissbereiter geworden, ansonsten hätte es Neuwahlen gegeben. Ob die Aufgabe eigener Grundüberzeugungen der CDU bei künftigen Wahlen viele Stimmen bringt, darf bezweifelt werden. Das Denkmal für Erwin Teufel (CDU) muss noch gebaut werden. Vielleicht von Natur-, Umwelt- und Landschaftsschützern.

Nun soll auch der Schwarzwald-Höhenrücken dogmatisch zugebaut werden. Ein neues Industriegebiet entsteht. Das Lied "Oh Schwarzwald, oh Heimat" verliert langsam seinen guten Klang. Wie hätten wohl die Dichter des 18. und 19. Jahrhunderts auf Windräder literarisch reagiert? Es wäre eher Stoff für Goethes "Faust" geworden. Roland Grassl, Bühl