Auch das Baby wird digital vermessen

Amelie Richter

Von Amelie Richter (dpa)

Fr, 24. Juni 2016

Computer & Medien

„Tracking“ gleich nach der Geburt: Per Baby-App können Eltern die Entwicklung ihres Nachwuchses festhalten. Experten sehen das skeptisch. Sind die digitalen Tagebücher nützliche Helfer oder doch eher Überwachung am Baby-Bett?

Windel-Zähler, Stillzeit-Stopper, Gewichtsstatistik: Mit Apps können Eltern auf ihren Smartphones alles Mögliche festhalten. Was ihr Nachwuchs verbraucht, ob er zunimmt oder was er lernt. Anbieter der Apps werben sogar mit der Möglichkeit, eine "lückenlose Statistik" über das Kind erstellen zu können. Hebammen und Mediziner sehen die digitalen Tagebücher allerdings mit gemischten Gefühlen.

Solche Apps taugen zwar, um beispielsweise den Alltag mit einem Neugeborenen zu strukturieren oder Größe und Gewicht festzuhalten. "Echte Fragen sollten aber mit echten Menschen geklärt werden", sagt Susanne Steppat vom Deutschen Hebammenverband.

Das Handy kann 24 Stunden am Tag befragt werden – Ärzte und Hebammen nicht. Schon während der Schwangerschaft können Frauen durch Info-Apps verfolgen, was in ihrem Bauch passiert. "Es besteht aber die Gefahr, dass sie dann beim Arzt weniger Fragen stellen", sagt Steppat. Außerdem sei ein großer Teil der angebotenen ...

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