Wikipedia cherche la femme

Christof Kerkmann

Von Christof Kerkmann (dpa)

Fr, 25. November 2011

Computer & Medien

Wer Geschlechterkluft definieren wolle, kalauerte die „New York Times“ einmal, müsse einfach die Mitarbeiterliste von Wikipedia aufschlagen. Das Online-Lexikon ist ein Männerverein. Eine Frau will für mehr weibliche Beteiligung sorgen – und so für mehr Qualität.

Freies Wissen von allen, für alle? Zumindest eine Hälfte dieses Versprechens hält das Online-Lexikon Wikipedia nicht: Das Projekt ist ein Männerverein, nur wenige der vielen freiwilligen Mitarbeiter sind weiblich. Eine Frau will das ändern: Sue Gardner, Geschäftsführerin der Wikimedia-Stiftung in San Francisco, die den Kurs des nicht-kommerziellen Projektes bestimmt. Wikipedia soll weiblicher werden – und damit auch besser, hofft Gardner.

Es gehe nicht um politische Korrektheit, sondern um Qualität, betont die Kanadierin: "Wikipedia strebt danach, die Gesamtheit allen menschlichen Wissens zu sammeln. Und das können wir nicht, wenn unsere Autorenschaft aus einer kleinen Gruppe von Leuten besteht."

Den typischen Wikipedianer gibt es nicht, doch einige Trends: Rund 60 Prozent haben einen Hochschulabschluss, wie die Wikimedia-Stiftung im April bei einer Befragung von 5300 aktiven Mitarbeitern herausgefunden hat. Mehr als ein Drittel (36 Prozent) hat Programmierkenntnisse. Und vor allem: 91,5 Prozent sind Männer. "Es hat strategische Priorität, dieses Ungleichgewicht anzugehen", schreibt ...

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