CORONA-SPLITTER

dpa

Von dpa

Sa, 17. Oktober 2020

Deutschland

WARN-APP

Neue Funktionen

Die Corona-Warn-App des Bundes wird am kommenden Montag um zwei Funktionen erweitert. Zum einen können Positiv-Getestete freiwillig in einer Art Tagebuch Krankheitssymptome eintragen, um die Warnung von Kontakten noch präziser umzusetzen. Zudem wird die App über die Grenzen Deutschlands hinaus in etlichen europäischen Ländern funktionieren. Durch die zusätzlichen Angaben soll die Risikoberechnung der App verbessert werden.

MEDIKAMENTE

Kaum Nutzen ermittelt

Mehrere in weltweiten Testreihen überprüfte, potenzielle Corona-Medikamente haben laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) wenig oder keinen Nutzen gezeigt. Das geht aus Daten der von der WHO koordinierten Solidaritätsstudie hervor, die noch nicht in einem begutachteten Fachjournal erschienen sind. Unter den überprüften Mitteln ist Remdesivir, das als erstes Mittel überhaupt in Europa eine Zulassung zur Behandlung von bestimmten Covid-19-Patienten erhielt.

KITA-STUDIE

Infektionen selten

Kitas sind keine Infektionsherde und Kinder keine Infektionstreiber: Das bestätigt eine Untersuchung, die Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) und Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) am Freitag in Berlin vorstellten. Seit Ausbruch der Corona-Krise hätten Kindergärten und Kinderhorte dem Robert Koch-Institut 79 Infektionsausbrüche gemeldet, berichtete Giffey am Freitag. Laut der Studie wiesen seit Mitte März rund zehn Prozent der beteiligten Kitas mindestens einen Verdachtsfall für Corona auf. Einen tatsächlichen Infektionsfall habe aber höchstens ein Prozent der Einrichtungen gehabt.

INFEKTION

Angst ist gewachsen

Laut einer aktuellen You-Gov-Umfrage haben 43 Prozent der Menschen in Deutschland "sehr große" oder "eher große Angst"; im Juli waren es noch 40 Prozent gewesen. Knapp die Hälfte der Befragten gab an, keine Angst zu haben. 72 Prozent glauben zudem, dass die Corona-Lage in Deutschland derzeit schlimmer wird. Laut einer Umfrage im Auftrag des ARD-Morgenmagazins befürworten 68 Prozent mehr einheitliche Regelungen für ganz Deutschland. Nach einer Forsa-Umfrage für RTL haben 74 Prozent der Bürger nicht den Eindruck, dass Bundesregierung und Bundesländer bei der Corona-Bekämpfung gut zusammenarbeiten.