Corona verhindert ultimatives Abenteuer

Johannes Bachmann

Von Johannes Bachmann

Mi, 13. Januar 2021

Skilanglauf

Der 100 Kilometer lange Rucksacklauf fällt aus, doch es gibt eine Alternative für Individualisten.

(jb). Es ist eine Herausforderung für Menschen mit "Immer-weiter-Gen" in ihren Erbanlagen. Länger, härter, kraftzehrender ist deutschlandweit kein anderes Langlauf-Abenteuer: Der 100 Kilometer lange Rucksacklauf von Schonach über Hinterzarten (nach 60 Kilometern Ziel des ehemaligen Schwarzwälder Skimarathons und Endstation mit dem "kleinen" Rucksack) ist eine ultimative Herausforderung. Georg Thoma, 1960 Olympiasieger in der Nordischen Kombination, mittlerweile quicklebendige 83 Jahre alt, hält den Rekord: 5:51 Stunden für hundert Kilometer, das ist eine unerhörte Bestmarke, vermutlich für die Ewigkeit, die auf jeden Fall das Jahr 2021 überdauern wird. Denn die für Samstag, 13. Februar geplante Neuauflage des Rucksacklaufs ist abgesagt, trotz traumhafter Schneeverhältnisse und heißer Herzen der Organisatoren.

"Corona lässt uns keine Wahl", sagt OK-Chefin Heidi Spitz, die den Langstrecken-Langlaufklassiker mit ihrem eingespielten Helferteam auch bei beinahe unmöglichen Verhältnissen immer wieder zum Erfolg gemacht hat. 2022 gibt es eine neue Chance für den Rucksacklauf in Gemeinschaft, morgens um sieben beim Start in Schonach. Allein erleben darf man das Langstreckenabenteuer aber auch in diesen Januar- und Februartagen. Die Schneelage auf dem Fernskiwanderweg Schonach-Belchen ist aktuell hervorragend. So können interessierte Läufer sich ihren eigenen Rucksacklauf individuell auf dem Fernskiwanderweg organisieren und ihre Eindrücke in einem "Rucksacklauf-Tagebuch 2021" auf der Internetseite http://www.fernskiwanderweg.de veröffentlichen.

Wer seinen ganz persönlichen Rucksacklauf solo meistert, ist aufgefordert, ein, zwei Fotos und das persönliche Tourerlebnis in Kurzform an info@fernskiwanderweg.de zu senden. Das schönste Foto wird am Ende des Winters prämiert.