Astrazeneca

Damit das Leben wieder lebenswert wird, muss verimpft werden, was an Impfstoff da ist

Doris Reschke

Von Doris Reschke (Simonswald)

Di, 23. März 2021

Leserbriefe

Zu: "Vorerst Impfstopp für Astrazeneca", Beitrag von BZ und Agentur (Politik, 16. März)

Wie lange sollen wir von der Politik noch für dumm verkauft werden? Erst die Überraschung, das Virus hat mutiert. Das war zu erwarten, und es wird weiter mutieren. Dann lässt die Impfstrategie mehr als zu wünschen übrig: viel zu wenig Impfstoff und eine Einteilung in Menschen verschiedener Klassen und ausschließlich nach Sterblichkeits-, nicht auch nach Infektionsrate. Und zudem klassifizierte Öffnungen: Was kann ein Frisör, was ein Gastronom nicht könnte?

Und nun die nächste Überraschung: Nebenwirkungen! Jede Impfung kann Nebenwirkungen verursachen, egal ob gegen Masern, Zecken, Röteln, Tetanus oder eben Covid. Der Impfgipfel wegen der Einbindung der Hausärzte wurde verschoben, dabei wäre eine Impfung durch den Hausarzt unbürokratisch und sicher, weiß er doch über Alter und Vorerkrankungen seiner Patienten Bescheid. Ich gehe mit Karl Lauterbach (SPD) konform: Wegen der Seltenheit der Komplikation wäre die Erstimpfung mit Astrazeneca lebensrettend. Die dritte Welle steht an, der bereits viel zu lange dauernde Lockdown hat viele Bürger über ihre Grenzen gebracht. Jahrelang hart erarbeitete Existenzen stehen vor dem Ruin. Die hochgepriesenen Hilfen kommen, wenn überhaupt, nur spärlich an und sind nur Tropfen auf den heißen Stein.

In einem Jahr Pandemie hat die Politik nichts dazugelernt. Ihr einziger Weg ist der Lockdown. Diäten laufen ja weiter. Ich würde mich sofort mit Astrazeneca impfen lassen, aber bin vielleicht erst im Sommer dran. Und das ist heute auch nicht sicher. Als mündiger Bürger darf ich dies nicht selbst entscheiden, es wird über mich bestimmt. Es muss ohne Wenn und Aber verimpft werden, was an Impfstoff da ist, damit das Leben wieder lebenswert wird. Doris Reschke, Simonswald