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Zisch-Schreibwettbewerb 2021

Das geheimnisvolle Lichtgeflimmer

  • So, 21. November 2021, 12:16 Uhr
    Schreibwettbewerb

     

Von Viyan Sobil, Klasse F4, der Clara-Grunwald-Schule, Freiburg

  | Foto: Ferdinando Terelle
Foto: Ferdinando Terelle
An einem grauen Sonntagmorgen ging Lena mit ihrem Hund Bella durch den Park spazieren. Lena ging mit dem Handy am Ohr. Sie telefonierte mit ihrer Freundin Leoni. Die beiden wollten sich verabreden, aber konnten sich jedoch nicht einigen, wann. Als Leoni aber vorschlug: "Wie wäre es, wenn wir uns um drei vor dem Park treffen?" "Ja, okay", meinte Lena. Plötzlich bellte Bella aufgeregt. "Ich muss aufhören", rief Lena. "Da ist was!" Lena rannte ihrem Hund Bella hinterher. "Bella, jetzt warte doch!", rief Lena Bella verzweifelt hinterher. Denn es kam fast nie vor, dass Bella abhaute. Und tatsächlich hielt sie an. Als Lena bei ihr angekommen war, machte sie die Leine dran. Sie sah seltsames Lichtgeflimmer. Es sah aus wie flackernde Teelichter. Sie nahm die Leine fester und rannte weg. Sie hörte erst auf zu rennen, als sie aus dem Park draußen war. Da sie gegenüber vom Park wohnte, war sie schnell zu Hause. Sie nahm die Zeitung aus dem Briefkasten und lief in das kleine Mehrfamilienhaus. Sie roch leckere Brötchen.

Bella bellte und Lena fuhr ihr über das Fell. Nachdem Lena den Schlüssel ins Schloss steckte, rief sie: "Bin wieder da!" Sie hatte vor, erst einmal Leoni um 15 Uhr von den Lichtern im Park zu erzählen. Sie stellte Bella einen Napf mit Wasser und einen mit Hundefutter hin. Als das erledigt war, setzte sie sich an den Frühstückstisch. Ihr Vater, der die Zeitung las, fluchte: "Überall dieser Mist!" "Welcher Mist denn?", fragte Lena. Da mischte sich Lenas Mutter ein: "Dieser Mist, ist eine Theorie, wenn es seltsames Lichtgeflimmer gibt, ist das angeblich ein Raumschiff, welches auf die Erde kommt." "Und warum überall?", fragte Lena weiter. "Im Radio, im Fernsehen, auf der Arbeit und nun auch in der Zeitung!", antwortete diesmal Lenas Vater. Lena schnappte sich die Zeitung und fragte: "Braucht die noch jemand?" Als ihre Eltern verneinten, ging Lena samt der Zeitung in ihr Zimmer. Dort angekommen, schnitt sie den Artikel aus und las ihn durch. Sie hatte vor ihn um 15 Uhr in den Park mitzunehmen. Bis zum Mittagessen hatte sie noch Zeit und las in ihrem Buch weiter. Später gab es Mittagessen. Ihre Mutter hatte vom Italiener Pizza geholt.

Lena musste erst um 14.58 Uhr los, da sie ja gegenüber vom Park wohnte. Sie nahm Bella an der Leine mit. Vielleicht konnte sie, sie noch mal zum Lichtgeflimmer führen, dachte Lena. Als Leoni kam, begann sie wie immer sofort laut los zu plappern: "Lia hat mal wieder fast die ganze Sahnetorte aufgegessen und Marina musste alles noch mal backen und Lina und Luna haben so laut geschrien, dass meine Pokale vom Wandschrank gefallen sind. Aber wieso hast du heute Morgen einfach aufgelegt?" Als Leoni ihren Redeschwall beendet hatte, antwortete Lena: "Was deine Geschwister alles machen! Ich habe aufgelegt, wegen dem hier!" Sie holte den Zeitungsartikel aus der Hosentasche. "Wie", fragte Leoni, "du stehst in der Zeitung? Ha, die Journalisten haben bei euch Sturm geklingelt und deswegen hast du aufgelegt!" "Nein!", antwortete Lena. "Ich habe Lichtgeflimmer gesehen! Und es gibt die Theorie, dass bei Lichtgeflimmer ein Raumschiff auf die Erde kommt." Jetzt verstand Leoni es: "Ach, jetzt verstehe ich! Du hast aufgelegt, weil Lichtgeflimmer im Park war." Lena nickte nur und guckte auf ihr Handy. "Ich muss nach Hause!", rief sie schließlich. Denn Leoni und sie hatten tatsächlich schon lange Zeit im Park verbracht. Als sie mit Bella zu Hause ankam, aß die ganze Familie Abendbrot. Danach schaute sie ein bisschen fern und dann musste sie ins Bett.

Als sie am nächsten Morgen aufwachte, zog sie sich an und murmelte leise ihren Stundenplan: "Mathe, Musik, Deutsch, dann ist Pause. Anschließend Sport und zuletzt Kunst." Als sie alle Hefte, Bücher und Sportsachen beisammen hatte, setzte sie sich an den Frühstückstisch und las die Zeitung. Da ihr Vater bei der Arbeit und ihre Mutter in der Küche war, schmierte sie extra viel Nutella aufs Brot. Als sie gerade abbeißen wollte, fiel ihr Blick auf eine Unterzeile. In der stand: "Ein Überfall auf die Nord-Bank! Täter unbekannt!" Lena las sich den Artikel aufmerksam durch und schnitt den Artikel wieder aus. Der Täter muss an die 10 000 Euro gestohlen haben. Sie steckte den Artikel in ihre Hosentasche. Dann machte sie eine Katzenwäsche. Sie wollte so schnell wie möglich Leoni abholen. Sie rief noch schnell: "Tschüss! Und bring Bella nach der Schule mit!" Dann rannte sie nach draußen und schnappte sich ihr Fahrrad. Sie fuhr zu Leoni und klingelte. Es machte: "Ding Dong!" Leoni öffnete die Tür und plapperte wieder wie wild darauf los: " Lina und Luna haben Mama und Papa um 5 Uhr morgens geweckt und haben so laut geschrien, dass ich fast nicht mehr einschlafen konnte und …" Lena unterbrach sie und rief: "Komm, wir fahren los. Auf dem Weg erzähle ich dir alles." Sie erzählte vom Zeitungsartikel und ihren Gedanken. Bei der Schule angekommen, mussten sie sich trotz der Katzenwäsche beeilen. Zuerst hatten sie Mathe. Danach hatten sie Musik und schließlich Deutsch. Da stöhnte Leoni leise: "Wann haben wir endlich Pause?" Es interessierte sie wahrlich nicht, was ihre Lehrerin diktierte und kritzelte lustlos in ihr Heft. Da gongte es und sie hatten Pause. Lena und Leoni schlenderten über den vollen Pausenhof. Lena fragte: "Wie hat das Diktat bei dir geklappt?" "Ich würde mal sagen, sehr schlecht. Ich konnte mich nicht konzentrieren", antwortete Leonie laut, weil gerade eine kreischende Mädchenclique an ihnen vorbei kam. "Bei mir hat es auch nicht so gut geklappt. Ich musste immer an die flimmernden Lichter denken und an den Überfall", entgegnete sie ebenfalls laut, da die Mädchenclique immer noch so laut kreischte. Die beiden gingen schnell weg, weil sie das Gefühl hatten, dass ihre Trommelfelder bald platzten. "Ich habe das Gefühl, dass das irgendwie miteinander zu tun hat." Da es wieder gegongt hatte, gingen die beiden zum Sport, zogen sich um und gingen in die Sporthalle. Ihr Sportlehrer zeigte ihnen, was man am Barren machen musste. Aber auch hier konnten sie sich nicht konzentrieren, auch wenn es noch so viel Spaß machte. Dann war Sport auch schon vorbei. "Danach haben wir Kunst", rief Leonie lustlos. Als die beiden das Klassenzimmer betraten, staunten sie sehr. Es stand ein großer Topf auf dem Herd. Die Lehrerin rief laut und fröhlich: "Ihr habt euch was anderes als Bilder malen gewünscht. Also machen wir heute Seife." Sie hatten eine Doppelstunde Kunst und deswegen genug Zeit. Lena flüsterte Leonie zu: "Das ist mal was anderes und richtig cool!" "Ja!", flüsterte Leoni zurück.

Nach eineinhalb Stunden hatten sie endlich Schule aus. Die beiden Mädchen gingen auf den sonnigen Pausenhof. Lenas Mutter brachte Bella noch vorbei und sagte: "Ich geh einkaufen. Also schließ einfach zu Hause auf." Lena nickte nur, denn sie hatte etwas entdeckt. Lenas Mutter drückte ihr die Leine von Bella in die Hand. Seit Bella weggelaufen war, schärfte Lena ihren Eltern ein, Bella an der Leine mitzunehmen. Bella bellte laut und aufgeregt zugleich. Wahrscheinlich sah sie das gleiche wie Lena. Lenas Mutter zuckte mit den Schultern. Wahrscheinlich dachte sie, Lena antworte noch. Dann ging sie weiter Richtung Einkaufsladen. Lena packte Leoni am Ärmel und zog sie Richtung der vielen Schülerinnen und Schüler, die in einem Kreis zusammen standen. Leoni schnupperte, während sie sich vordrängelte. Dank Bella, ging das relativ leicht. Jetzt schnupperte auch Lena. Es stank fürchterlich. Erst jetzt bemerkten die beiden, das alle um sie herum sich die Nase zuhielten. Aber was sie in der Mitte des Kreises sahen, sah so gruselig aus, dass Leonie und Lena zusammenzuckten. In der Mitte des Kreises war ein Pirat. Er hatte eine Augenklappe, ein Holzbein, faulige Zähne und einen schwarzen Gürtel in dem ein Fernrohr steckte. Neben ihm lagen drei rote Beutel, die prall gefüllt waren. Um die Beutel war eine braune Schnur zugebunden, damit sie nicht ausliefen. "Ein Pirat!", hauchte Leoni. Sogar Bella bellte nicht. Lena hörte es klirren und sie wusste, was in den Beuteln war. Erst jetzt viel ihr auf, das hinter dem Piraten ein kaputtes Raumschiff war. Der Pirat stand auf. Da wusste Lena, was in den Beuteln war. Sie wusste auch, was der Pirat vor hatte. Sie flüsterte so leise wie möglich zu Leonie, so dass der Pirat sie nicht hörte: "Schütt deine Wasserflasche vors Schultor!" "Wieso?", fragte Leonie. "Mach einfach!", flüsterte Lena zurück. Leoni schlich vors Tor, so dass der Pirat nicht aufmerksam wurde. Sie schüttete ihre Wasserflasche fast ganz aus. Den letzten Rest, der noch drin war, trank sie gierig aus. Und tatsächlich, wie Lena es befürchtet hatte, rannte der Pirat Richtung Schultor. Lena rief: " Er darf uns nicht entkommen! Werft eure selbstgemachten Seifen auf das Wasser!" Da checkte Leoni es. Alle Kinder aus Leonis und Lenas Klasse, aus der 5d, holten ihre Seifen aus den Schulränzen und warfen oder legten sie aufs Wasser. Die, die keine Seifen hatten, halfen sie zu verteilen. Als es begann zu schäumen, nahmen sie sie wieder weg. Der Pirat rannte trotz Holzbein und der drei prall gefüllten Beutel mit Geld sehr schnell. Der Pirat rutschte auf der Seife aus und fiel hin. Lena tippte in Leonis Handy, da sie ihres vergessen hatte. Die Polizei war schnell alarmiert und alle Kinder riefen noch auf Wunsch der Polizei ihre Eltern an. Lenas Mutter kam als erste. Danach kam Leonis Familie. Nach und nach kamen auch die anderen Eltern. Als die Polizei kam, nahmen sie den Piraten fest und sicherten die Beutel mit Geld. Die Polizei berichtete, dass er der Dieb war, der die Nord-Bank ausgeraubt hatte. Leonis Schwester Marina hatte eine Sahnetorte mitgebracht, die alle zuerst friedlich aßen und dann begannen sie vor Freude mit einer Sahnetortenschlacht.

Ressort: Schreibwettbewerb

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