Das OB-Wahl-Interview: Dieter Salomon

Carolin Buchheim

Von Carolin Buchheim

Do, 22. April 2010 um 18:16 Uhr

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Am kommenden Sonntag wählen Freiburgs Bürger ihren nächsten Oberbürgermeister. Wie stehen die drei Kandidaten zu den Themen, die junge Menschen in Freiburg beschäftigen? Wie haben sie ihre Jugend erlebt? Zum Abschluß gibt es Caros Gespräch mit Oberbürgermeister Dieter Salomon, in dem es nicht nur um den FC Bayern und den Grünen-Wahlkampf im Allgäu im Jahr 1980 geht, sondern auch um das, was der Amtsinhaber als die "Soziale Frage des 21. Jahrhunderts" betrachtet - die Bildungspolitik.


Kindheit und Jugend
Herr Oberbürgermeister, Sie sind im Allgäu groß geworden. Wie idyllisch war Ihre Kindheit?
Ich bin auf dem Dorf groß geworden, drumherum gab es nur Bauernhöfe, und mit meinen Spielkameraden haben wir im Kuh- und Schweinestall gespielt. Da gab es keinen Kindergarten, aber viele Gleichaltrige; wir sind einfach zum Spielen vor die Tür gegangen. Das ist heute nicht mehr so. Nicht mal mehr auf dem Dorf.
Wie war Ihr Leben als 16-Jähriger?
Mit 16 habe ich in Immenstadt gewohnt und bin in die 10. Klasse auf dem Gymnasium gegangen. Ich hatte eine lange Anreise zur Schule, musste morgens um halb sieben aus dem Haus und kam, wenn ich nicht nachmittags Schule hatte, um zwei nach Hause. Ich war Klassensprecher und das war auch so die Zeit, als es mit den Feten losging. Nachmittags habe ich Hausaufgaben gemacht und Fußball gespielt.
Waren Sie in einem Verein?
Bis ich fünfzehn war, ja. Danach wurde es schwierig, weil ich in der Stadt gewohnt habe, der Verein aber auf dem Dorf war, wo ich herkam. Ich habe dann den Fußball aufgegeben und das Volleyballspielen angefangen.
Es gibt ein Foto von Ihnen, das Sie mit 13 Jahren in einem Bayern München-Sweatshirt zeigt. Sind Sie Bayernfan?
Was die Mannschaft anging, hatte man im bayerischen Allgäu nur zwei Möglichkeiten, man war Bayern-Fan oder 60er-Fan. Eine gewisse Sympathie habe ich für den Verein noch immer, aber Bayern ist ein so dominanter Verein, dass man sich freut, wenn auch mal jemand anderer gewinnt. Den attraktiveren Fußball spielt meiner Meinung nach aber seit Jahren Werder Bremen.
Hatten Sie damals bei Bayern einen Lieblingsspieler?
Das war die große Zeit von Beckenbauer und Maier und Müller, das waren alles Weltstars, inklusive Paul Breitner und Uli Hoeneß. Damals hat ja die ganze Nationalmannschaft aus Bayern und ein paar Gladbachern bestanden.
Sie haben ihren langen Schulweg erwähnt. War es sehr schwierig, mobil zu sein?
Ja. Einen Führerschein gab es mit 16 natürlich noch nicht, ich hatte kein Moped, also bin ich Zug gefahren. Wenn man dann nach Sonthofen ins Jugendhaus wollte, dann hieß es trampen.
Sie haben schon erwähnt, dass Sie Klassensprecher waren. Haben Sie das gemacht, weil sonst niemand wollte, oder war Ihnen das schon auch wichtig?
Weiß ich nicht mehr, das hat sich einfach immer so ergeben. Ich war in der Zwölften und Dreizehnten dann auch Schülersprecher. Das lief immer so auf mich zu.
Wie sah ihr ...

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