Das Ried hat am Sonntag die Wahl

Ulrike Derndinger

Von Ulrike Derndinger

Sa, 25. Mai 2019

Neuried

Morgen entscheidet sich, wer in Schwanau, Neuried und Meißenheim in den nächsten fünf Jahren die Geschicke mitbestimmt.

SCHWANAU/NEURIED/MEISSENHEIM. Viele Fakten, Zahlen und Wissenswertes zur Kommunalwahl 2019 auf einen Blick in den drei Riedgemeinden Schwanau, Neuried und Meißenheim.

Schwanau

» Wie viele Bürger dürfen wählen? 5727 von den 7098 Einwohnern werden für den Gemeinderat Schwanau an die Urnen gerufen – 151 mehr als bei der Kommunalwahl vor fünf Jahren. Davon sind 160 unter 18 Jahre alt. 2014, als die Wahl ab 16 eingeführt wurde, waren es 178. Bei der Europa- und Kreistagswahl weichen die Zahlen leicht ab. 5355 Personen können zur Urne bei der Europawahl, 5760 bei der Kreistagswahl.
Wie viele Briefwähler gibt’s? In Schwanau boomt die Briefwahl. In diesem Jahr haben sie Stand Donnerstag 958 Wähler beantragt, 2014 waren es 561. Die Frist zur Beantragung ist abgelaufen, wer plötzlich und nachgewiesen krank geworden ist, kann sie bis Sonntag, 15 Uhr beantragen.
» Wie viele Kandidaten treten an? Der Gemeinderat hat 18 Sitze, für den 55 Kandidaten antreten. 2014 kandidierten 54 Personen. Neben der neuen Ein-Mann-Liste sind die drei Listen Freie Wählervereinigung, CDU und SPD voll. Schwanau hat die unechte Teilortswahl abgeschafft.
Wann stehen die Ergebnisse fest? Die Ergebnisse der Europa- und Kreistagswahl stehen am Sonntag fest: Die Europawahl bis etwa 19.30 Uhr, die Ergebnisse für Gemeinderat und Kreistag sind laut Verwaltung am Montag bis gegen 15 Uhr ausgezählt.
» Welche Besonderheiten gibt es? Neu als Wahllokal ist der Bürgersaal, Jägerstraße 3 in Ottenheim. Wähler, die bisher in der Schwanauer Hauptverwaltung gewählt haben, haben damit barrierefreien Zugang zur Urne. Zweite Besonderheit ist die Ein-Mann-Liste von Hartmut Läßle, mit der der Wittenweierer neu antritt.

Wie war’s bei der Wahl 2014? Die SPD war die Gewinnerin der Wahl. Sie bekam einen Sitz hinzu und lag damit gleichauf mit der CDU (je 5 Sitze). Die CDU und die Freien Wähler verloren je einen Sitz. Stärkste Gruppierung blieben die Freien Wähler mit acht Sitzen. Die Wahlbeteiligung bei der ersten Wahl nach der Abschaffung der unechten Teilortswahl lag bei 53,48 Prozent. Stimmenkönigin wurde Ria Bühler (FWV) mit 2527 Stimmen. Dennoch zählte sie sich als Allmannsweirerin zu den Wahlverlierern. Von den garantierten vier Sitzen blieb einer, nämlich ihrer, übrig. Auf dem zweiten Platz landete Erik Weide (FWV) mit 2494 und auf dem dritten Dagmar Frenk mit 2290 Stimmen.

Neuried

» Wie viele Bürger dürfen wählen? 7928 von 9773 Einwohnern Neurieds sind zur Wahl des Gemeinderats berechtigt. Das ist ein Plus von 250 Wahlberechtigten gegenüber 2014. Davon sind 204 Wahlberechtigte unter 18 Jahre. 2014 waren es 220. Bei der Europa- und der Kreistagswahl weichen die Zahlen leicht ab. Bei der Europawahl sind 7467, bei der Wahl des Kreistags 7982 wahlberechtigt.

Wie viele Briefwähler gibt’s? In Neuried haben 1126 Wähler die Briefwahl für die Gemeinderatswahl beantragt Das entspricht 14 Prozent der Wahlberechtigten. Bei der Wahl 2014 beantragten nur 790 Personen die Briefwahl. Die Frist zur Beantragung ist zwar am Freitag abgelaufen, wer aber plötzlich und nachgewiesen krank geworden ist, kann sie bis Sonntag, 15 Uhr beantragen. Hierzu gibt es einen Kontakt: Tel. 0176/ 11979729.
» Wie viele Kandidaten treten an? 22 Sitze sind im Gemeinderat zu vergeben. Für vier Listen treten 78 Kandidaten an. Die Listen (Freie Wähler, CDU, Liste Umwelt und Leben, SPD) sind entweder voll oder nahezu voll. 2014 gab es exakt so viele Kandidaten wie bei der diesjährigen Wahl. Wahlsystem ist die unechte Teilortswahl, die jedem Ortsteil eine Anzahl von Sitzen garantiert.
Wann stehen die Ergebnisse fest? Die Europawahl wird am Sonntag ab 18 Uhr ausgezählt. 2014 waren die Auszählungen bis 19.30 Uhr beendet. Anschließend geht’s an die Auszählung der Kreistagswahl, die 2014 um 23 Uhr beendet war. Die Gemeinderatswahl wird am Montag ausgezählt. Erste Ergebnisse gab es 2014 um 11.10 Uhr, um 13.45 Uhr standen alle Ergebnisse fest. Nach dem Gemeinderat folgen die Ortschaftsräte. Bis 17.30 Uhr lagen die Ergebnisse 2014 vor.
» Wie war’s bei der Wahl 2014? Die Wahlbeteiligung lag bei 54,2 Prozent. Stärkste Gruppierung wurden die Freien Wähler und die CDU (je 8 Sitze), gefolgt von der Liste Umwelt und Leben (5) und der SPD (3). Mit zwei Ausgleichsmandaten für die Freien Wähler und die SPD hatte der Gemeinderat statt 22 dann 24 Sitze. Die meisten Stimmen bekam Jochen Strosack (Freie Wähler) mit 2650 Stimmen, gefolgt von Listenkollege Bernd Reinholdt (2649) und Peter Heuken (CDU) mit 2576 Stimmen.

Meissenheim

Wie viele Bürger dürfen wählen? 3279 von 4066 Einwohnern sind wahlberechtigt für den Gemeinderat Meißenheim – 210 mehr als bei der Kommunalwahl vor fünf Jahren. 87 Wahlberechtigte sind unter 18 Jahre alt. 2014 waren es 97. Bei der Europa- und Kreistagswahl weichen die Zahlen leicht ab. 3030 Personen können zur Urne bei der Europawahl, 3295 bei der Kreistagswahl.
» Wie viele Briefwähler gibt’s? Auch in Meißenheim ist die Zahl der Briefwahlanträge angestiegen. Waren es 2014 noch 470 Personen, die sie beantragten, sind es 2019 Stand Donnerstag 555. Die Frist zur Beantragung ist abgelaufen. Wer plötzlich und nachgewiesen krank geworden ist, kann sie bis Sonntag, 15 Uhr beantragen.
Wie viele Kandidaten treten an? Der Gemeinderat hat 14 Sitze, für den 30 Personen kandidieren. 2014 waren es noch 45, 2009 waren es 41. Nur die Freie Liste hat es geschafft, alle 14 Listenplätze zu besetzen. Meißenheim wählt nach dem System der unechten Teilortswahl, die Meißenheim acht und Kürzell sechs Sitze garantiert. Beide Wahllokale in Meißenheim und Kürzell sind behindertengerecht.
» Wann stehen die Ergebnisse fest? Die Ergebnisse der Europa- und Kreistagswahl stehen am Sonntag fest: Die der Europawahl bis 20 Uhr, die Kreistagswahl bis 23 Uhr. Das Ergebnis für den Gemeinderat steht laut Verwaltung im Laufe des Montagnachmittags fest.

Welche Besonderheiten gibt es? In Meißenheim gibt es einen Bezirksbeirat. Streng genommen Stadtkreisen und Großen Kreisstädten sowie Gemeinden mit räumlich getrennten Ortsteilen vorbehalten, können intern Gebiete (Bezirke) aufgegliedert werden und Bezirksbeiräte gebildet werden. Der Zweck: Mehr Bürgernähe herstellen. Der Gemeinderat Meißenheim wählt den zwölfköpfigen Bezirksbeirat voraussichtlich in der konstituierenden Sitzung vor der Sommerpause. Die Sitze werden anteilig auf die Listen verteilt. Es zählen nur die Meißenheimer Stimmen für Meißenheimer Kandidaten.
Wie war’s bei der Wahl 2014? Die Wahlbeteiligung lag damals bei 58,33 Prozent. Stärkste Gruppierung wurden die Freien Wähler (5 Sitze), auf sie folgten die Freie Liste (FL) und Pro Meißenheim und Kürzell (je 4). Die Gruppe für Umwelt und Leben (GUL) erreichte einen Sitz. Heinz Schlecht von den Freien Wählern bekam die meisten Stimmen mit 1817 Stimmen, gefolgt von Hugo Wingert (FL) mit 1357 Stimmen und Hans Spengler (Pro M+K) mit 1120 Stimmen.