Azubi-Redaktion

Das sagt eine Ernährungsberaterin über Fastfood

Rebecca Dilberger und Sonja Müller

Von Rebecca Dilberger & Sonja Müller

Do, 10. September 2015

Emmendingen

Vorsicht Fett: Die Emmendinger Ernährungsberaterin Renate Fleck Garcia setzt auf Brokkoli statt Burger

EMMENDINGEN. Heute lebt die 53-Jährige Renate Fleck Garcia in Wasser. Ursprünglich wuchs sie in Venezuela auf, in der Hauptstadt Caracas. In einer Stadt, in der Arm und Reich dicht beieinander leben und viele Menschen schlecht ernährt sind: Einige sind zu dünn, andere zu dick. Sie entschloss sich, den Menschen zu helfen, wie sie sagt – und wurde Ernährungsberaterin. Wir haben mit ihr über Fastfood und gesunde Ernährung gesprochen.

"Man muss die Lebensmittel sehen und nicht die Kalorien zählen", sagt Fleck Garcia. Wer unsicher sei, wie viel er wovon essen solle, solle sich an der Ernährungspyramide orientieren. Das bedeutet: Man sollte darauf achten, dass man am Tag mindestens 1,5 bis 2 Liter ungesüßte Flüssigkeit zu sich nimmt, außerdem sollte man zwei Portionen Obst und drei Portionen Gemüse essen – eine Portion entspricht etwa einer vollen Hand. Natürlich dürfen auch Getreideprodukte wie Brot oder Nudeln nicht fehlen – hier empfiehlt Fleck Garcia vor allem Vollkorn. Drei Portionen Milchprodukte wie Käse, Joghurt oder Milch seien völlig in Ordnung. Fleisch und Wurst enthalten viel Fett, aus diesem Grund sollte man davon nur eine Portion am Tag zu sich nehmen. Für eine gesunde Ernährung müsse man nicht auf Süßigkeiten verzichten – eine Handvoll sei völlig im Rahmen.

Wer dann noch regelmäßig Sport treibe, erfülle alle Kriterien für eine gesund Ernährung und bleibe fit, erklärt Fleck Garcia. Der könne sich auch ruhigen Gewissens ein bis zwei mal im Monat ein Fastfood-Menü gönnen.

Einen genauen Ernährungsplan, der für jeden Menschen zutrifft, gebe es nicht, sagt die Ernährungsberaterin. Es komme auf den Körper und den Stoffwechsel der Person an. Dennoch sei es wichtig, drei vernünftige Hauptmahlzeiten zu essen.

Viele Menschen kennen sich mit einer gesunden Ernährung nicht aus – sie haben es nie gelernt. Oft, erklärt Fleck Garcia, gingen Jugendliche nicht nur zum Essen in Fastfood-Läden – sondern um Freunde zu treffen. Das Problem: In Burgern und Pommes sind jede Menge Fett. Eine Mahlzeit enthält sechs bis acht gestrichene Esslöffel Fett – das entspricht dem Tagesbedarf. Fastfood im Übermaß, erklärt die Ernährungsberaterin weiter, führe also zu Übergewicht, Lebensmittenunverträglichkeiten und Bauchbeschwerden.

Renate Fleck Garcia hat ein Studium zur Oekotrophologin abgeschlossen und arbeitet seit 2008 hauptberuflich als Ernährungsberaterin im Hausgrün in Emmendingen.