"Das Thema Vampire gefiel mir sehr"

Finn Jenne und Janis Wiedemann, Klasse 4b, Wilhelm-August-Lay-Schule

Von Finn Jenne und Janis Wiedemann, Klasse 4b, Wilhelm-August-Lay-Schule (Bötzingen)

Fr, 27. März 2020

Zisch-Texte

ZISCH-INTERVIEW mit Laura Nentwich von den Bötzinger Muni Schällä über ihre Fasnetsclique und deren Wagen.

Die Zisch-Reporter Finn Jenne und Janis Wiedemann aus der Klasse 4b der Wilhelm-August-Lay-Schule in Bötzingen haben Laura Nentwich von der Fasnets-Clique "Muni Schällä" aus Bötzingen interviewt.

Zisch: Wie lange gibt es die Clique schon?
Nentwich: Während der Fasnetssaison 2007 kam der Wunsch auf, im nächsten Jahr einen Fasnetswagen zu bauen. So richtig gegründet haben wir uns dann im Herbst 2007. Die Planung ging schon früh los, damit wir für unsere erste Saison 2008 gerüstet waren.
Zisch: Wie viele Mitglieder haben Sie?
Nentwich: 25.
Zisch: Wie lang hat es gedauert, den Wagen zu bauen?
Nentwich: Die Planungen für den jetzigen Wagen starteten bereits im Sommer 2012. Dort haben wir überlegt, welche Form unser Wagen haben könnte, damit wir ihn mehrere Jahre so lassen können, aber Thema und Kostüm variabel sind. Die Männer haben dann Entwürfe gezeichnet, wie der Wagen als "Mississippi-Dampfer" aussehen könnte, so dass er auch möglichst praktisch ist. Im Herbst wurde dann mit dem Bauen angefangen. Das war natürlich sehr aufwändig, und so wurde fast jeder Freitagabend und Samstag genutzt, um zu schweißen, zu bohren, zu hämmern, Elektronik zu verlegen und so weiter. Als das Grundgerüst stand, wurde dann noch alles gestrichen und sozusagen der Feinschliff mit Deko gemacht. Am 3. Februar 2013 war dann unser erster Umzug mit dem neuen Wagen. In den Jahren danach kamen aber noch viele Details hinzu, sowohl äußerlich als auch, was die gesamte Technik angeht. So können wir zum Beispiel heute das Licht, die Seifenblasen, den Dampf, der aus dem Schornstein kommt, und die Hupe über eine App steuern. Die Musikboxen, das Aggregat, die Pneumatik und so weiter sind auch alles vom Innenraum steuerbar. Es gibt sogar Steckdosen draußen – damit wir beim Bauen flexibel sind. So gab es dann jedes Jahr wieder etwas, das wir erweitert haben. Darin hängen natürlich unzählige Stunden unserer Technik-Männer. Für die Saison 2016 haben wir dann das Thema geändert und auch den Wagen komplett neu gestrichen und dekoriert. Das passierte dann meistens zwischen den Jahren über einen Zeitraum von etwa drei Wochen. Ebenso im Dezember 2018 – dort haben wir dann das Thema in Lucky Luke geändert und waren an zirka zwei Wochenenden alle dabei, den Wagen zu streichen. Wir sind auch heute noch nicht ganz fertig – den Kapitän vorne im Steuerraum würden wir zum Beispiel gerne noch neu machen und es gibt noch viele weitere Ideen!
Zisch: Wie viel hat der Bau des Wagens gekostet?
Nentwich: Das ist natürlich schwierig zu sagen, eine genaue Zahl gibt es hier gar nicht. Da wir jedes Jahr etwas dazu bauen oder ändern, summiert sich das natürlich.
Zisch: Welche und wie viele Themen haben Sie schon gemacht?
Nentwich: 2008: Ägypter, 2009: Hühner, 2010: Bibi Blocksberg, 2011: Musketiere, 2012: Vampire, 2013 bis 2015: Queen Muni, 2016 bis 2018: Helenes Fischer, 2019 und 2020: Lucky Luke am Mississippi.
Zisch: Was war Ihr Lieblingsthema?
Nentwich: Ich glaube, jeder unsere Mitglieder hat so sein eigenes Lieblingsthema. Wir hatten es aber schon ganz oft davon, dass der Vampir-Wagen vielen gut gefallen hat. Er war durch viele kleine Deko-Elemente sehr detailreich dem Thema angepasst und einfach stimmig.
Zisch: Was ist Ihr nächstes Projekt? Haben Sie schon etwas geplant?
Nentwich: Ein neues Thema haben wir noch nicht geplant – aber das nächste Erweiterungsprojekt ist zum Beispiel, dass wir unseren Kapitän vorne im Steuerraum des Schiffes so bauen, dass er winken, das Steuerrad lenken und durch das Fernrohr schauen kann. Das soll über Druckluft geschalten werden.