USA

Demokratin zum Impeachment: "Es muss einfach sein"

Frank Herrmann

Von Frank Herrmann

Mi, 09. Oktober 2019 um 08:39 Uhr

Ausland

BZ-Plus Eine demokratische Abgeordnete versucht vor Ort in Pennsylvania die Politik in Washington zu erklären. Dabei geht es nicht nur um die Amtsenthebungsklage. Im Gegenteil.

"Ich bin nicht nach Washington gegangen, um den Präsidenten seines Amtes zu entheben. Das war das Letzte, was ich wollte." Gleich zu Beginn ihres Bürgerforums erinnert Susan Wild daran, wie sie im Herbst vor einem Jahr um die Stimmen der Wähler im Lehigh Valley warb. Die Anwältin und demokratische Kongressabgeordnete versprach, sich um Alltagsprobleme zu kümmern, für bessere Schulen, bezahlbare Krankenversicherungen, billigere Medikamente zu kämpfen. Für die Lösung von "kitchen-table issues", was ein beliebter Begriff der amerikanischen Politikersprache ist und bedeuten soll, dass es um Dinge geht, über die Leute, die nicht in der Politik zu Hause sind, daheim am Küchentisch reden.

Das I-Wort, das Wort Impeachment, umschiffte Wild damals wie eine gefährliche Klippe, an der das eigene Schiff leicht zerschellen kann. Ein Amtsenthebungsverfahren gegen Donald Trump, es hätte das Parlament in ihren Augen nur abgelenkt von den wichtigen, den Küchentischthemen. "Und das womöglich zwei Jahre lang", wiederholt sie, wovor sie seinerzeit warnte. Dann aber sagt Susan Wild, dass ihr das Telefonat, in dem Trump den Staatschef der Ukraine aufforderte, gegen den Präsidentschaftsbewerber Joe Biden und dessen Sohn Hunter ermitteln zu lassen, leider keine andere Wahl lasse, als in den sauren Apfel zu beißen. Missbrauche ein Präsident sein ...

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