Demoralisierend und aussichtslos

Jürgen Ruoff

Von Jürgen Ruoff

Fr, 28. Februar 2020

Biathlon

Die deutsche Mixedstaffel mit Roman Rees bei der EM nur 13.

MINSK-RAUBICHI (off). Ein denkwürdiges Biathlon-Staffelrennen aus deutscher Sicht bei der Europameisterschaft in Weißrussland – im negativen Sinn: Von den 13 Mixedstaffeln, die noch in einer Runde waren, kam das deutsche Quartett nicht über den 13. und letzten Platz hinaus. Neun der gestarteten 22 Teams wurden überrundet und zuvor schon aus dem Wettbewerb genommen.

Roman Rees vom SV Schauinsland ging an Position drei ins Mixed-Staffelrennen. Die Aufgabe, die ihm von der deutschen Startläuferin Maren Hammerschmidt (SK Winterberg) und Vanessa Voigt (SV Rotterode) gestellt wurde, war gleichermaßen demoralisierend wie aussichtslos: Rees ging mit einem Rückstand von 3:46 Minuten auf die führende Staffel aus Weißrussland ins Rennen. Hammerschmidt hatte bei böigem Wind beim Liegendschießen mit acht Patronen nur drei der fünf Scheiben getroffen und musste zwei Strafrunden laufen. Von diesem Moment an liefen die Deutschen hinterher, Rees skatete und schoss noch am besten: Beim Liegendschießen musste der Schwarzwälder einmal nachladen und seine Fünferserie im stehenden Anschlag absolvierte er fehlerlos. Da die Zeitabstände aber schon enorm waren, machte er lediglich einen Platz gut und übergab als Zwölfter an den deutschen Schlussläufer Lucas Fratzscher (WSV Oberhof). Nach zwei Nachladern beim letzten Schießen schloss der Bulgare zu ihm auf und zog vorbei – der letzte Platz war Fakt.