Denz nur teilweise belohnt

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Mo, 24. August 2020

Radsport

Albbrucker Radprofi bei Tour du Limousin / Koppenburg DM-6.

(BZ). Clara Koppenburg ist um den Sieg bei der deutschen Straßenrad-Meisterschaft mitgefahren. Auf dem Sachsenring zählte die 25-jährige Lörracherin (Equipe Paule Ka) zu jenen Verfolgerinnen, die in der Schlussrunde die Ausreißerin Svenja Betz (RSV Friedenau Steinfurt) noch einfangen konnten. Nach 98 Kilometern fiel die Entscheidung im Sprint, hier war Titelverteidigern Lisa Brennauer (WNT-Ceratizit/2:52:26 Stunden) nicht zu bezwingen. Koppenburg erreichte zeitgleich als Sechste das Ziel.

Bei der DM nicht am Start war der Vorjahreselfte Nico Denz. Der Albbrucker Radprofi, der wie Koppenburg im deutschen Aufgebot für die Europameisterschaft in Plouay, Frankreich, steht (26./27. August), war in der vergangenen Woche aber alles andere als beschäftigungslos. Nach der Tschechien-Tour stand für den 26-jährigen vom Team Sunweb mit der Tour du Limousin die zweite viertägige Rundfahrt binnen zwei Wochen auf dem Programm. Alles, um für den geplanten Saisonhöhepunkt – den Giro d’Italia im Oktober – optimal vorbereitet zu sein. Für die am 29. August beginnende Tour de France ist Denz derzeit als Ersatzfahrer gemeldet.

Nach vier Etappen und 700 Kilometern durch Zentralfrankreich wurde Denz auf Rang 44 des Gesamtklassements geführt, 18:11 Minuten hinter dem italienischen Sieger Luca Wackermann (Vini Zabú – KTM/17:22:11 Stunden). In der Endphase der ersten Etappe war Denz in der Spitze des Feldes vertreten, bis dahin hatte Team Sunweb auch den Rennverlauf mitbestimmt. Sprinter Max Kanter sollte für das Finale in Position gebracht werden, doch beim letzten Anstieg "war das Tempo einfach zu hoch für uns", so Denz, folglich konnte der deutsche Rennstall nicht um den Tagessieg mitfahren. "Wir haben heute großartige Arbeit abgeliefert", und angesichts dessen "ist das Ergebnis etwas enttäuschend", resümierte Denz nach dem ersten Tagesabschnitt.

In der Endabrechnung erhielt Team Sunweb aber dann doch noch den Lohn für seine Arbeit – in zweifacher Form: Martin Salmon sicherte sich das Bergtrikot und in der Mannschaftswertung erreichten Denz & Co. den dritten Platz.