Kfz-Kennzeichen

Bad Säckinger Gemeinderat will das alte Kennzeichen "SÄK" zurück

Axel Kremp

Von Axel Kremp

Mi, 22. Januar 2020 um 14:11 Uhr

Bad Säckingen

Ohne weitere Diskussionen hat der Rat die Stadtverwaltung beauftragt, beim Landratsamt in Waldshut einen Antrag auf Unterstützung des historischen Kfz-Kennzeichens zu stellen.

Bürgermeister Alexander Guhl schritt sofort zur Abstimmung. Zwei Stadträte, Frank van Veen, UBL, und Bruno Lehmann, FW, enthielten sich, kein einziger stimmte dagegen, den entsprechenden Antrag beim Landratsamt zu stellen. Jetzt ist der Kreistag in Waldshut wieder am Zug. Entspricht er dem Wunsch der Stadt Bad Säckingen, liegt es am Bundesverkehrsministerium, das alte Kfz-Kennzeichen wieder zuzulassen.

2011 hatte die Stadt einen ersten Anlauf zur Wiedereinführung des alten Kennzeichens gestartet. Im November 2018 allerdings hatte es eine große Mehrheit der Kreisräte abgelehnt, einen entsprechenden Antrag beim Land zu stellen. Das aber tat daraufhin die Stadt Bad Säckingen. Ohne Erfolg, denn das Landesverkehrsministerium wollte nichts gegen den Landkreis und den Kreistag entscheiden. Es wies aber daraufhin, "dass bei entsprechendem Meinungsbild vor Ort auch noch zu einem späteren Zeitpunkt weitere Anträge beim Bund gestellt werden können."

Emotionales Bekenntnis zum Altkreis

Und genau das soll jetzt geschehen. Vor dem Gemeinderat machte Bürgermeister Alexander Guhl noch einmal deutlich, dass es bei der Wiedereinführung des alten Kennzeichens keineswegs um eine Spaltung des Landkreises oder die Öffnung alter Gräben zwischen Waldshut und Bad Säckingen gehe. SÄK sei vielmehr ein emotionales Bekenntnis zum Altkreis und zur Stadt. Guhl ist fest davon überzeugt, dass die Zulassung des alten Kennzeichens die Identität der Menschen mit dem Landkreis erhöht und nicht mindert. "Jeder im Kreis kann es haben", sagte Guhl mit Blick darauf, dass auch im Altkreis Säckingen nach Wiedereinführung des alten Kennzeichens niemand sein WT-Kennzeichen gegen ein SÄK-Kennzeichen umtauschen müsse.

Sollte SÄK wieder erlaubt werden, entstünden dem Landkreis keinerlei zusätzliche Kosten. Bei Neuzulassungen könnte der Fahrzeughalter kostenneutral zwischen WT und SÄK wählen, bei Ummeldungen entstünden Gebühren.Wie aus der Sitzungsvorlage hervorgeht, haben bundesweit bereits 315 Städte ihr Altkennzeichen wieder erhalten. Auch in Baden-Württemberg halte dieser Trend an.