BZ-Interview

Der Dirigent Herbert Blomstedt zur Coronakrise

Georg Rudiger

Von Georg Rudiger

Fr, 20. März 2020 um 20:15 Uhr

Klassik

BZ-Plus Erfahrung hat er zur Genüge. Der schwedische Dirigent Herbert Blomstedt (92) spricht im Interview über die Coronakrise und deren Folgen. "Ohne Fantasie keine Hoffnung", so seine These.

Herbert Blomstedt hat mit seinen 92 Jahren schon viel erlebt. Der vitale Schwede ist der Dienstälteste unter den renommierten, international tätigen Dirigenten. Im Augenblick leert sich sein Terminkalender, weil viele seiner vereinbarten Konzerte wegen des Coronavirus nicht stattfinden. Georg Rudiger hat mit ihm am Telefon gesprochen über die Bedeutung des Publikums, die Ehrlichkeit der Musik und über Kunst als Hoffnung.

BZ: Herr Blomstedt, ich erreiche Sie zu Hause in Luzern. Wie verbringen Sie dort Ihren Tag?
Blomstedt: Es sind ja momentan sehr besondere Zeiten. Eben habe ich gehört, dass meine kommenden Konzerte in Oslo wegen des Coronavirus abgesagt wurden. So habe ich jetzt mehr Ruhe, Partituren zu studieren. Das tut mir auch ganz gut.

BZ: Der ursprüngliche Grund des Interviews war das anstehende Konzert mit den Berliner Philharmonikern bei den Osterfestspielen Baden-Baden mit der vierten Sinfonie von Anton Bruckner und Mozarts Es-Dur-Klavierkonzert, das abgesagt wurde. Vor kurzem haben die Berliner Philharmoniker unter Simon Rattle in der leeren Berliner Philharmonie gespielt – das Konzert wurde kostenlos als Live Stream in der Digital Concert Hall des Orchesters übertragen. Was halten Sie davon?
Blomstedt: Ich finde das sehr schön. Viele Orchester streamen inzwischen ihre Konzerte, ...

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