Der lange Weg zum Feuerwehrmann

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Fr, 20. November 2020

Zell im Wiesental

Grundausbildung der Feuerwehren im Oberen Wiesental unter erschwerten Corona-Bedingungen.

(BZ). Stolz und glücklich haben kürzlich sieben Feuerwehranwärter aus verschiedenen Feuerwehren im Oberen Wiesental den ersten Teil ihrer Truppmann-Ausbildung erfolgreich absolviert. Wieder war auch eine zukünftige Feuerwehrfrau dabei. Die Ausbildung für die Anwärter begann schon im März in Schopfheim. Wegen des Corona-Lockdowns musste sie allerdings frühzeitig abgebrochen werden, heißt es in einer Pressemitteilung.

Da die Feuerwehren aber nicht auf ausgebildete Einsatzkräfte verzichten können, wurde ein Hygiene-Konzept entwickelt, um die Ausbildung unter Einhaltung der geltenden Corona-Verordnungen in Schönau und Todtnau beenden zu können. So startete Anfang Oktober die Truppmann-Ausbildung für die Anwärter aus den Feuerwehren Schönau, Schönenberg, Todtnau Abteilung Präg und Zell erneut. Innerhalb von drei Wochen und insgesamt mehr als 70 Unterrichtsstunden wurden die Anwärter mit den Grundlagen und Aufgaben des Feuerwehrdienstes vertraut gemacht. Diese vermittelten vier Ausbilder mit der Unterstützung von Maschinisten unter der Regie von Ausbildungsleiter Sebastian Gierth.

Die Truppmann-Ausbildung besteht aus den drei Bereichen Erste-Hilfe, Brandbekämpfung und Technische Hilfeleistung. Bereits im März wurde ein speziell auf die Feuerwehr zugeschnittener Erste-Hilfe-Kurs absolviert. Bei der Brandbekämpfung galt es nicht nur, den Umgang mit den verschiedenen Löscharmaturen zu erlernen, sondern auch, wie man schnell und effizient bei einer Brandbekämpfung vorgeht und sich in Gefahrensituationen richtig verhält. Im Bereich der technischen Hilfeleistung wurde unter anderem die Handhabung von verschiedensten Gerätschaften erlernt.

Am Ende gab es eine schriftliche und praktische Prüfung durch Ausbilderobmann Heinz Weiß und sein Team. Alle Anwärter bestanden die Prüfung erfolgreich. Die Ausbildung zum Feuerwehrmann ist nun aber bei weitem noch nicht beendet. Erst nach weiteren zwei Jahren Einsatzdienst und Ausbildung in den eigenen Abteilungen werden die Anwärter zu Feuerwehrmännern und -frauen befördert und sind damit voll einsatzfähig. In diesen zwei Jahren absolvieren die meisten weitere Ausbildungen zum Sprechfunker oder Atemschutzgeräteträger.