Fotograf

Der Mann heißt eben Jim Rakete

Uwe Granzow

Von Uwe Granzow (Freiburg)

Mi, 13. Januar 2021

Leserbriefe

Zu: "Mit einem Faible für den Sound der Zeit", Agenturbeitrag (Kultur, 31. Dezember)

Im Gegensatz zu Frankreich und den USA wird die Fotografie hierzulande immer noch wenig wertgeschätzt. Das zeigt sich auch beim Artikel über den deutschen Ausnahmefotografen Jim Rakete. Der Artikel, verfasst von Sigrid Hoff vom Evangelischen Pressedienst, wirkt oberflächlich, wie aus der Schublade. Dagegen hat der Mann nicht nur fotografisch, sondern auch kulturell und politisch Ungewöhnliches vorzuweisen.

Wer ihn also kurz, aber angemessen kennen lernen will, dem empfehle ich zwei Quellen: den Eintrag "Jim Rakete" in der englischen Wikipedia, bemerkenswerterweise doppelt so lang wie in der deutschen Ausgabe, und sein Buch "1/8 sec. Vertraute Fremde", in welchem er aussagekräftige Porträts mit einer alten, großformatigen Plattenkamera geschaffen hat. Der Mann heißt eben Jim Rakete – und nicht Günther Schlaftablette. Es lohnt sich. Uwe Granzow, Freiburg