Leichtathletik

Der Offenburger Johannes Vetter kratzt am Speerwurf-Weltrekord – 97,76 Meter

dpa, gg

Von dpa & Georg Gulde

So, 06. September 2020 um 23:32 Uhr

Leichtathletik

Johannes Vetter von der LG Offenburg gelingt der zweitweiteste Wurf der Speerwurf-Geschichte mit 97,76 Metern. Zum 24 Jahre alten Weltrekord fehlen nur noch 72 Zentimeter.

Johannes Vetter ist beim Leichtathletik-Meeting im polnischen Chorzow die zweitbeste Weite in der Speerwurf-Geschichte gelungen. Mit fabelhaften 97,76 Metern, erzielt im dritten Durchgang, hat der 27-Jährige von der LG Offenburg am Sonntag seinen drei Jahre alten deutschen Rekord von 94,44 Meter um 3,32 Meter übertroffen. Im vierten Versuch übertraf Vetter mit 94,84 Metern noch einmal die alte deutsche Rekordmarke. Nur der Tscheche Jan Zelezny war bei seinem Weltrekordwurf am 25. Mai 1996 in Jena mit 98,48 Meter jemals weiter gekommen. Damit fehlen Vetter, dem Weltmeister von 2017 und in der Corona-Saison überragenden Speerwerfer der Welt, nur noch 72 Zentimeter zur Bestmarke von Zelezny.

Auf der Homepage des Deutschen Leichtathletik-Verbandes ist zu lesen: "Der Offenburger wusste sofort, als der Speer seine Hand verlassen hatte, dass ihm ein fantastischer Wurf gelungen war. Er rappelte sich nach der "Bauchlandung" durch den extrem dynamischen Abwurf auf und reckte seine rechte Hand in die Höhe. Da war der Speer noch in der Luft, bevor er wenige Augenblicke später knapp links neben dem Kugelstoßsektor auf der anderen Seite des Stadions landete. Als die Weite auf der Anzeigetafel auftauchte, konnte es der Modellathlet wie die Fans im Stadion nicht fassen und musste selbst den Kopf schütteln."

Für Johannes Vetter war der eindrucksvolle Triumph in Chorzow der siebte Meeting-Sieg in diesem Corona-Sommer in Folge.