SINGEN

Der Schaden ist schon längst viel größer

Johannes Deger

Von Johannes Deger (Freiburg)

Di, 21. Juli 2020

Leserbriefe

Zu: Zuschriften von Christel Hoping, Volker Hummel und Karin Karle (Forum, 16. und 18. Juli)
Die Damen Hoping und Karle sowie Herr Hummel haben recht: Musizieren und Singen in Chören und Schule muss wieder möglich sein, sofort. Dem Schulministerium und dem Erzbischöflichen Ordinariat ist das noch kein Anliegen. Singen in einem Ministerium geziemt sich nicht. Aber auch bei der Kirchenleitung hat man den Verdacht, dass mancher froh ist, nicht von Chorgesang behelligt zu werden. Eine solche Haltung bedroht gemeindliche, gesellschaftliche und kulturelle Werte, wie von den genannten Briefautoren beschrieben. Der Brief von Frau Karle endet mit dem Satz: "Der pädagogische Schaden der Entscheidung ist größer als die momentane Ansteckungsgefahr". Das möchte ich erweitern: Der Schaden an der Gesellschaft ist durch die staatlichen und kirchlichen Corona-Verbote schon längst viel größer als der erhoffte Nutzen, aus äußerster Vorsicht alles zu unterbinden. Mehr Mut! Johannes Deger, Freiburg