Kriegsdienstverweigerung

Bundeswehr: Warum wollen Soldaten den Dienst quittieren?

Michael Gilg

Von Michael Gilg

Mi, 22. Oktober 2014 um 00:05 Uhr

Deutschland

Seit 2011 haben mehr als 1400 Soldaten einen Antrag auf Wehrdienstverweigerung gestellt. Warum gehen junge Menschen zur Bundeswehr und wollen dann den Dienst quittieren?

Seit die Wehrpflicht im Juli 2011 ausgesetzt wurde, ist die Bundeswehr eine Freiwilligenarmee. Junge Männer müssen den Dienst an der Waffe nicht mehr verweigern, um dem Bund zu entgehen. Auch das Thema Kriegsdienstverweigerung schien damit erledigt. Wer heute zur Bundeswehr geht, der tut es aus freien Stücken. Trotzdem haben in den vergangenen drei Jahren mehr als 1400 Soldatinnen und Soldaten einen Antrag auf Kriegsdienstverweigerung gestellt, weil sie die Armee vorzeitig verlassen wollten. 78 Prozent der Anträge wurden positiv beschieden. Geraten Soldaten in Gewissensnöte, nachdem sie die Uniform anziehen? Oder läuft der Bundeswehr durch eine Hintertür das Personal davon?

Sven Pape hängt in der Luft. Seit mehr als einem Jahr. Am 2. Juli 2013 wies das Verwaltungsgericht Hamburg seinen Antrag auf Kriegsdienstverweigerung endgültig ab. Seitdem ist er krankgeschrieben, kämpft mit ...

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