Justizskandal

Ein Irrer, der im Recht ist?

Patrick Guyton

Von Patrick Guyton

Do, 15. November 2012

Deutschland

Der Fall des Psychatrie-Insassen Gustl Mollath bereitet Bayerns Justizministerin zunehmend Probleme.

Warum sitzt Gustl Mollath seit bald sieben Jahren in der geschlossenen Psychiatrie und kommt nicht raus? Bayerns Justizministerin Beate Merk (CSU) gibt ihre Antwort dieser Tage wieder und wieder: "Wegen seiner Gefährlichkeit." Der jetzt 56-jährige Mann aus Nürnberg habe immerhin, als seine Ehe in die Brüche ging, seine damalige Frau verprügelt und eineinhalb Stunden lang festgehalten. Zudem soll er die Reifen von neun Autos zerstochen haben, deren Besitzer alle mit seiner Frau in Kontakt standen. Mehr als zehn Jahre ist das her, Mollath bestreitet die Anschuldigungen. Er sei gemeingefährlich und nicht zurechnungsfähig, urteilte das Nürnberger Landgericht. Also: Einweisung in die geschlossene Psychiatrie, in die Forensik am Bezirkskrankenhaus Bayreuth. Wird er jemals wieder entlassen? Das ist ungewiss.

Beate Merk, die promovierte Juristin aus dem bayerisch-schwäbischen Neu-Ulm, lässt mittlerweile unerwähnt, weshalb Mollath noch für geisteskrank erklärt wurde: Weil er, so das ...

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