BZ-Interview

Mit Christoph Frank über die Kritik an deutschen Staatsanwälten wegen der Fälle Wulff und Edathy

Christian Rath

Von Christian Rath

Sa, 08. März 2014

Deutschland

"Es hat keinen Sinn, um jeden Preis Anklage zu erheben"

FREIBURG. Die Staatsanwaltschaft ist ins Gerede gekommen. Sind die Ankläger übereifrig und zerstören fahrlässig Existenzen? Christian Rath sprach darüber mit Christoph Frank (61), dem Vorsitzenden des Deutschen Richterbunds, in dem auch Staatsanwälte organisiert sind.

BZ: Herr Frank, haben Staatsanwälte manchmal zu viel Jagdfieber?
Christoph Frank: Nein, überhaupt nicht. Die Annahme, dass wildgewordene Staatsanwälte bei bestimmten Ermittlungen ihre Profilsucht austoben, hat mit der Wirklichkeit nichts zu tun.
BZ: Es könnte doch passieren, dass sich ein Staatsanwalt zu sehr in einem Fall verbeißt und dann den Erfolg um jeden Preis sucht?
Frank: Es hat für einen Staatsanwalt gar keinen Sinn, um jeden Preis eine Anklage zu erheben. Damit würde er nur auf die Nase fallen. Schließlich muss er zunächst das unabhängige Gericht überzeugen, dass es die Anklage überhaupt zulässt. Und in der Hauptverhandlung müssen die von der Staatsanwaltschaft präsentierten Zeugen und Beweismittel die Richter so ...

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