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"Rente mit 67 war nicht das letzte Wort"

Hannes Koch

Von Hannes Koch

Mi, 25. April 2012

Deutschland

Der Demografie-Experte Reiner Klingholz über die Folgen des demografischen Wandels in Deutschland.

BERLIN. Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hat zu einer Kraftanstrengung aufgerufen, um den demografischen Wandel zu bewältigen: Bis 2050 soll es bis zu zwölf Millionen Menschen weniger in Deutschland geben. An diesem Mittwoch will die Regierung eine Demografiestrategie beschließen. Hannes Koch sprach darüber mit Reiner Klingholz (59) vom Berlin-Institut für Bevölkerung und Entwicklung.

BZ: Die Bevölkerungszahl sinkt den kommenden Jahrzehnten. Schlägt die Bundesregierung in ihrer Demografiestrategie die richtigen Gegenmaßnahmen vor?

Klingholz: Gegen das Schrumpfen gibt es keine realistischen Maßnahmen. Bis 2050 wird unsere Bevölkerung um mindestens zwölf Millionen Menschen zurückgehen – selbst bei einer angenommenen Zuwanderung von 200 000 Personen unter dem Strich pro Jahr. Damit muss man sich abfinden.

BZ: Hat die Regierung die richtigen Antworten auf diese Herausforderung?

Klingholz: Die Bundesregierung setzt sich sehr hohe Ziele, die so nicht erreichbar sind. Sie strebt beispielsweise an, dass Deutschland auch künftig ein nennenswertes ...

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