Die Bauern unterstützen, die auch das Tierwohl im Blick haben

Elisabeth Mauthe

Von Elisabeth Mauthe (Freiburg)

Di, 30. Juni 2020

Leserbriefe

Zu: "Es riecht nach Lockdown", Agenturbeitrag (Politik, 23. Juni)
Wir alle wissen es doch schon lange: Eng bei einander zu wohnen, fördert die Verbreitung von Covid-19. Es gilt: Mundschutz, Abstand halten! Das alles wird in den riesigen Schlachtbetrieben in Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen, vor allem aber in den beengten Wohnmöglichkeiten der Arbeiter nicht eingehalten werden können. Siehe etwa bei der Firma Tönnies. Mehr als 1500 Infizierte mit Corona. Diese Firma Tönnies plant ein Rinderkompetenzzentrum in Menslage, Niedersachsen. Das hört sich interessant an, bedeutet aber: 7000 Rinderschlachtungen am Tag. Und die Menschen, die diese Arbeit verrichten, fahren ja auch irgendwann in ihre Heimat, gefährden dann eventuell auch ihre Familien und die Regionen, in denen nicht so gute Möglichkeiten zur Behandlung in den Klinken gegeben sind.

Ich bin seit 2010 Vegetarierin und kann einfach nicht begreifen, warum es nicht möglich sein sollte, die Bauern zu unterstützen, die sich wirklich sowohl auf das Menschenwohl als auch auf das Tierwohl beziehen. Julia Klöckner (CDU) sollte nicht immer nur lächeln, sondern mal durchgreifen. Ich habe leider wenig Hoffnung. Elisabeth Mauthe, Freiburg