Oper von Richard Strauss

Die Blut-Tragödie Elektra am Theater Basel

Alexander Dick

Von Alexander Dick

So, 14. Januar 2018 um 18:12 Uhr

Theater

David Bösch inszeniert und Erik Nielsen dirigiert das Rachedrama, nachdem Elektra mitansehen musste, wie der Vater von ihrer Mutter ermordet wurde.

"Es wird nicht etwas auf einer dritten Stufe, nach Satz und Gegensatz erreicht – sondern es tritt etwas heraus, es enthüllt sich etwas", analysierte Hugo von Hofmannsthal die Dramaturgie seines "Elektra"-Dramas. Das, was sich enthüllt, möchte man am liebsten gar nicht wissen. Es mag zwar eine "Heilung der deutschen Oper vom Wagner-Trauma" sein, wie Ulrich Schreiber sagt, doch der Preis dafür ist hoch: Bewusstseinsspaltung, Selbstzerstörung – Heilung durch Dissonanz…

Ist es überhaupt Heilung? David Bösch hat in seiner Basler Inszenierung – einer Gemeinschaftsproduktion mit den Opernhäusern in Antwerpen und Essen – der Oper von Richard Strauss und Hofmannsthal große Zweifel daran.

Das Blut, dessen erlösende Kraft vor allem im Christentum hervorgehoben wird, steht in Böschs ...

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