Nachtleben

Die Clubs Neko und Karma rücken näher zusammen

Daniel Laufer

Von Daniel Laufer

Fr, 18. Oktober 2019 um 16:59 Uhr

Nachtleben (fudder)

Vor genau einem Jahr öffnete das Neko im ehemaligen Kagan. Pino Raia betreibt den Club zukünftig ohne das Bellini-Unternehmen und möchte ihn näher mit dem Karma-Club zusammenbringen. Dafür gibt er die Karma-Bar ab.

Das Neko im ehemaligen Kagan und der Karma-Club rücken näher zusammen: Seit der Eröffnung des Neko im vergangen Jahr hatte Karma-Eigentümer Pino Raia den Club gemeinsam mit dem Gastronomieunternehmen Bellini geführt. Deren Anteile, so Raia, habe er nun übernommen – in Zukunft werde er das Neko alleine betreiben und es näher mit dem Karma-Club zusammenführen.

Gäste, die an einem Samstagabend im Neko oder Karma Eintritt bezahlen, sollen damit in beide Clubs kommen können. "Das Konzept wird zu einem", sagt Raia. Die ganze Zeit schon sei ein solcher Schritt geplant gewesen. "Ohne Bellini hätte ich den Mietvertrag damals aber nicht bekommen."

Unterschiede vor allem musikalisch

Freitags ist im Neko lediglich Barbetrieb geplant, zu Essen geben werde es nichts mehr – die Sushi-Platten, die im 17. Stock des Bahnhofsturms angeboten worden waren, gehören der Vergangenheit an. Die Getränke-Preise des Karma-Clubs gelten jetzt auch im Neko.

Unterschiede zwischen den beiden Clubs soll es trotzdem geben, vor allem musikalisch: Im Neko würden ausschließlich Black, Latin und R 'n' B gespielt, der Schwerpunkt im Karma werde auf Mixed Music liegen und auf dem hinteren Floor auf House. Im Neko sollen demnächst noch einige Umbaumaßnahmen folgen. Raia will eine andere Lichtanlage einbauen lassen und den Loungebereich erneuern. Noch weitere neun Jahre laufe der Mietvertrag, mit der Option auf eine Verlängerung um weitere fünf.

Shisha-Bar Betreiber übernimmt Karma-Restaurant

Pino Raias Pläne sind langfristig. Zu ihnen gehört ebenfalls das Coucou, eine Mischung aus Café und Bar im Hauptbahnhof, das er ebenfalls mit Bellini betrieben hat. Ab November werde er auch dort alleiniger Eigentümer. Nach 15 Jahren gibt er indes seine Karma-Bar ab.

Übernommen habe sie Ali Ölmez, Betreiber des Cafés Shisha Time in der Moltkestraße. Dieser will Raia zufolge ordentlich investieren: Die Räume würden vollständig renoviert, vorgesehen sei zudem ein abgetrennter Raucherbereich. Am Freitagnachmittag konnte die fudder-Redaktion weder die Bellini-Gruppe noch Ali Ölmez für eine Stellungnahme erreichen.

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