Die Dominanz des Geldes

Georg Gulde

Von Georg Gulde

Mi, 05. Januar 2022

Ringen

BZ-Plus Bisher ist noch nie ein südbadischer Ringerverein ins Meisterschaftsfinale eingezogen / Der ASV Urloffen verzichtet auf die Kämpfe im Playoff-Achtelfinale.

. In Südbaden ist der Ringkampfsport populär – vor allem das Mannschaftsringen. Dennoch: Ins Finale um die deutsche Mannschaftsmeisterschaft hat es noch keine einzige Mannschaft aus Südbaden geschafft. Und das, obwohl es den Team-Titel bereits seit 1922 gibt und die Bundesliga zur Saison 1964/65 eingeführt wurde. Aber warum ist das so? Ändern wird sich das diese Saison wohl nicht, auch wenn drei Südbaden-Teams in den Playoffs sind: der ASV Urloffen, der indes aufs Achtelfinale verzichtet, die RKG Freiburg und der TuS Adelhausen.

Am letzten Vorrundenkampftag war der Jubel in Urloffen riesengroß, denn der ASV hatte überraschend den Favoriten KSV Köllerbach mit 20:16 bezwungen und damit den TuS Adelhausen vom zweiten Tabellenplatz der Gruppe Südwest verdrängt. Doch nun kam die Hiobsbotschaft aus dem Meerrettichdorf: Der ASV könne aufgrund mehrerer verletzter und erkrankter Ringer sowie internationaler Trainingslager am Samstag im Hinkampf beim RSV Rotation Greiz keine vollständige Staffel stellen.
"Mit der Absage des Achtelfinalkampfes durch den ASV Urloffen muss sich natürlich der Rechtsausschuss des DRB beschäftigen, der RSV Rotation Greiz ist damit kampflos erster Viertelfinalteilnehmer", so wird der DRB-Vizepräsident für Bundesligaangelegenheiten, Manuel Senn, auf der Homepage des Deutschen Ringer-Bundes (DRB) zitiert.
Das Halbfinale um die deutsche Mannschaftsmeisterschaft war bisher das höchste der Gefühle für südbadische Teams. Das haben der AV Freiburg-St. Georgen in der 1960er Jahren, Stadtrivale SV Freiburg-Haslach und der ASV Urloffen in den 1980ern, der KSV Haslach im Kinzigtal 2000 und zweimal der TuS Adelhausen (2017/18 und 2018/19) geschafft. Wobei die Frage gestellt werden muss: Soll dem Erfolg alles untergeordnet werden? Auch in Südbaden gibt es Vereine, die zwar erfolgreich waren, aber ihre beziehungsweise die Existenz ihrer Führungspersonen gefährdeten, weil irgendwann die Einnahmen viel geringer waren als die Ausgaben (SV Triberg, ...

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