DIE EINSER-ABITURIENTEN: "Mir haben alle Fächer Spaß gemacht"

aufgezeichnet von Lena Marie Jörger

Von aufgezeichnet von Lena Marie Jörger

Sa, 20. Juli 2019

Kippenheim

BZ-SERIE:Merle Becker aus Schmieheim.

KIPPENHEIM-SCHMIEHEIM/ ETTENHEIM. Auf Klassenarbeiten lernen, mit den Mitschülern die Freistunden verbringen, auf die nächsten Ferien hinfiebern – all das hat ein Ende: Das Abitur ist geschafft. Die Badische Zeitung hat die Einser-Abiturienten der Ettenheimer Gymnasien gefragt, wie sie ihre Schulzeit sehen, was sie jetzt vor haben und was sie über aktuelle Themen denken. Heute: Merle Becker aus Schmieheim, Sozialwissenschaftliches Gymnasium der Heimschule St. Landolin Ettenheim, Notendurchschnitt: 1,1.

» Lernen fällt mir ... im Allgemeinen leicht. Was ich lerne, möchte ich auch verstehen, deshalb bin ich ehrgeizig.

Ich habe so gute Noten … weil ich auch schon Erfolgserlebnisse in der Realschule hatte und ich mich immer sehr über schlechte Noten geärgert habe. Das hat mich aber nicht frustriert, sondern motiviert, besser zu werden.
» Meine Schule ist … gut so, wie sie ist. Ich finde es gut, dass man an der Heimschule auf die Realschule gehen kann und danach die Möglichkeit hat, an derselben Schule Abitur zu machen.

Außerhalb der Schule … unternehme ich viel mit Freunden und engagiere mich ehrenamtlich bei der evangelischen Bezirksjugend.
» Meine Freunde sagen über mich … dass ich zuverlässig, ordentlich, organisiert, durchgeplant und hilfsbereit bin.
Lehrer sind … auch nur Menschen. Mit manchen kommt man besser zu Recht als mit anderen. Aber man sollte die Schuld nicht immer bei den Lehrern suchen.
» Mein Lieblingsfach … gibt es nicht, weil mir alle Fächer gleichermaßen Spaß gemacht haben. Wenn ich mich entscheiden müsste, wären Mathe und Spanisch meine Lieblingsfächer.

Meine schwerste Klassenarbeit war … für mich die schriftliche Abiprüfung in Mathe.

» Abschreiben finde ich … manchmal überlebenswichtig. Aber grundsätzlich ist es wenig hilfreich, sich nur darauf zu verlassen und nicht zu lernen.

Das Erste, was ich jetzt machen werde, … ist, dass ich meine Haare abrasieren und für einen guten Zweck spenden werde. Für mich beginnt ein neuer Lebensabschnitt und ich möchte eine Veränderung haben. Außerdem gehe ich Ende August ein Jahr nach Ghana, da ist das Ganze dann sehr praktisch.
» An der Schule werde ich vermissen … auf jeden Fall meine Klasse und das geordnete Leben.
Mein Traumberuf ist … Ich habe noch keinen Traumberuf. Aber mir ist die Umwelt wichtig, weil sich diesbezüglich viele Zukunftsfragen stellen. Deshalb möchte ich Umweltnaturwissenschaften studieren und mich in diesem Bereich einbringen.
In 20 Jahren bin ich … hoffentlich immer noch mit mir und meinem Leben zufrieden und habe das gefunden, was ich wirklich brauche und möchte.

In drei Worten:

Brexit? Rückschritt statt Fortschritt
Frauenfußball? Zu wenig beachtet
Fridays for Future? Unsere Zukunft zählt
Ferien? Immer zu kurz
Europa? Brücken statt Grenzen
Noten? Sagen nicht alles
Hausmeister? Ohne wäre Chaos
Wecker? Bleibt jetzt aus