Feldberg

Die Entwicklung ist auf den Kopf gestellt worden

Walter Wochner

Von Walter Wochner (Feldberg)

Sa, 20. Februar 2021

Leserbriefe

Zu: "Weißer Winter, rote Zahlen", Beitrag von Klaus Riexinger (Die dritte Seite, 30. Januar)

Die Gemeinde Feldberg war bis zur Corona-Pandemie die übernachtungsintensivste Gemeinde im Hochschwarzwald. Sie ist zu circa 95 Prozent vom Tourismus abhängig. Die gesamte Entwicklung des ÖPNV im Hochschwarzwald wird vom Tourismus getragen und gesteuert. Der Wintertourismus im Hochschwarzwald, wird durch die alpine Ausrichtung des Feldberggebietes seit Jahren ausgebaut und geprägt. Wintertourismus auch ohne bedeutende Förderung durch das Land ist seit jeher mit positiven Zahlen belegbar.

Nun soll das plötzlich anders sein. Ein neues Gesicht als Bürgermeister, und schon ist der Wintersport nicht mehr rentabel beziehungsweise es soll sogar über den "Rückbau" nachgedacht werden. Diese Aussage wurde im BZ-Bericht mit Bild des Bürgermeister Johannes Albrecht so gedruckt und von diesem nicht widerrufen. Der Tourismus, die Haupteinnahme der Gemeinde Feldberg und deren Bürger, werden infrage gestellt und teilweise mit Füßen getreten.

Die Entwicklung ist innerhalb von zwei Jahren auf den Kopf gestellt worden. Eine blühende Landschaft, die Menschen ein Ganzjahresnaturerlebnis ermöglicht und in harmonischer Verbindung mit dem Naturschutzzentrum Feldberg umgesetzt wird, soll plötzlich nichts mehr wert sein? Was 2006 durch zehn Gemeinden einstimmig auf den Weg gebracht wurde, wird jetzt durch wenige, besonders durch Bürgermeister Albrecht, mit Füßen getreten. Damals war es das Ziel, Kontinuität in die touristische Entwicklung des Hochschwarzwalds zu bringen, damit ein nachhaltiges und breit aufgestelltes Wirtschaftsprodukt – der Tourismus – von Vollprofis und nicht von ständig wechselnden Bürgervertretern gefährdet wird. Innerhalb der Gemeinde Feldberg bildet sich nun eine rege Gruppe mit den Zielen: eine positive touristische Entwicklung in Feldberg und dem Hochschwarzwald unter gleichzeitiger Berücksichtigung von Umwelt- und Naturschutzaspekten fortzuführen. Walter Wochner, Feldberg