DreiArtig

43 Künstler aus der Region stellen in der Kulturfabrik Schopfheim aus

Barbara Ruda

Von Barbara Ruda

Sa, 07. Dezember 2019 um 11:01 Uhr

Lörrach

Die Initiative DreiArtig vereint die Kunstvereine aus Lörrach, Weil am Rhein und Schopfheim. Am Freitag, 13. Dezember, eröffnen sie die gemeinsame Ausstellung "unheimlich schön".

Zum zweiten Mal in Folge präsentiert DreiARTig, die Kooperation der drei Kunstvereine aus Lörrach, Weil am Rhein und Schopfheim, gemeinsam eine Winterausstellung in der Kulturfabrik Schopfheim. 43 Künstlerinnen und Künstler aus allen drei Vereinen sind dort vom 13. bis 15. Dezember mit jeweils einem Werk zum Thema "unheimlich schön" vertreten.

Organisiert wird die Ausstellung erneut von Ellen Mosbacher vom Verein Bildende Kunst Lörrach (VBK), von der die ursprüngliche Idee zu einer Werkschau kurz vor Weihnachten stammt. Zunächst fand sie drei Jahre lang ausschließlich für die Lörracher Künstler in Lörrach im Nellie Nashorn statt. Die Premiere mit DreiARTig im vergangenen Jahr brachte nicht bloß die Erweiterung auf die drei Kunstvereine und drei Tage, sondern auch vom Veranstaltungsort eine Verbesserung. "Im Nellie Nashorn war es ein bisschen kultiger", blickt die Initiatorin zurück, und Fritz Resin vom Kunstverein Weil stellt fest: "Die Kulturfabrik hat eher einen white cube-Charakter mit offenem Boden, was die Kunst viel besser wahrnehmbar macht." "Ein toller Ort", darin ist man sich einig. Resin freut sich über die Möglichkeit für die Künstler seines Vereins, im Winter überhaupt bei einer Ausstellung mitmachen zu können. Denn die vereinseigene Galerie Stapflehus in Weil am Rhein ist um diese Jahreszeit immer mit der Regionale belegt.

Die Winterausstellung lässt den Künstlern viel Freiraum

Im Gegensatz zu den beiden jährlichen Ausstellungen des VBK wird die Winterausstellung nicht juriert oder kuratiert. Jede(r) Künstler(in), die oder der mitmachen möchte, darf das auch. Die einzige Beschränkung, die es gibt, ist die Größe eines Werkes. Es darf nämlich das Maß von 80 mal 160 Zentimeter nicht übersteigen.

Bei der Suche nach einem Titel für die Ausstellung, der viel Spielraum lässt, kam Ellen Mosbacher auf das doppeldeutige "unheimlich schön". Es könne sowohl als sehr schön oder aber als beängstigend schön gedeutet werden. Das Motiv dafür sollte auf keinen Fall etwas zeigen, was einem als erstes zum Begriff "schön" einfällt. Um so länger die Künstlerin darüber nachdachte, desto mehr Dinge fielen ihr ein. Als markantes Motiv wählte sie schließlich das Bild einer filigranen, blau-roten Qualle aus.
DreiARTig: Winterausstellung "unheimlich schön", Kulturfabrik Schopfheim, Vernissage Freitag, 13. Dezember, 18 Uhr; Ausstellung: Samstag/Sonntag, 14. und 15. Dezember, jeweils 12 bis 17 Uhr

Bis zum Stichtag trudelten 43 Anmeldungen bei ihr ein. Nur bei einem Teil davon war ein Foto des Werks für die Ausstellung angehängt. Ein bisschen wird es für sie und ihre Helfer also beim Auspacken und Aufbauen in der Kulturfabrik sein wie der Griff in eine Wunderkiste. Groß auch die Herausforderung, alle Werke stimmig zu hängen und zu stellen. Die zentrale Wand in der Kulturfabrik will Ellen Mosbacher erneut bespielen. Nach der Polaroid-Aktion vom vergangenen Jahr sollen heuer die Gäste selbst an einem unheimlich schönen Bild mitwirken. "Je nachdem, wie die sich anstrengen, wird es eher unheimlich oder eher schön", stellt die Organisatorin fest. Als Vorlage hat sie etwas "anerkannt schönes" ausgewählt und aufgerastert. 64 Teile gibt es, genauso viele Leute können zu Stiften greifen. "Es wird spannend", freut sie sich.