Zischup-Interview

"Die Hälfte meines Lebens besteht aus Breakdance"

Janik Henning, Goethe-Gymnasium Freiburg, Klasse 8c

Von Janik Henning, Goethe-Gymnasium Freiburg & Klasse 8c

Mi, 02. Mai 2012 um 10:27 Uhr

Schülertexte

Breakdance wird immer angesagter, das bestätigt auch der 18-jährige Breakdance-Profi Somphong Pomahawong, der von Janik Henning interviewt wurde.

Zischup: Herr Pomahawong, mit wie vielen Jahren haben Sie angefangen zu tanzen?

Somphong Pomahawong: Damals war ich elf, ein Freund nahm mich zu einem Workshop mit und seitdem mache ich Breakdance.

Zischup: Dann macht das Tanzen sicherlich einen Großteil Ihres Lebens aus?

Pomahawong: Ja, das kann man schon so sagen, denn ohne Breakdance geht es mittlerweile auch nicht mehr. Breakdance ist meine Leidenschaft und ich investiere sehr viel Zeit dafür.

Zischup: Sie sind 18 und machen gerade Abitur. Haben Sie überhaupt noch Zeit fürs Training?

Pomahawong: Klar, drei bis fünf Mal pro Woche. Mit dem Unterricht, den ich gebe, sind das etwa 15 Stunden. Das Training ist außerdem ein guter Ausgleich zur Schule.

Zischup: Wie viele Gruppen trainieren Sie denn?

Pomahawong: Insgesamt vier Gruppen, abgesehen davon gehe ich noch jeden Mittwoch ins Haus der Jugend. Das ist eine Art Gemeinschaftstraining, zu dem jeder kommen darf. Auch viele meiner Schüler sind dort.

Zischup: Geben Sie nur Breakdance-Training oder unterrichten sie auch andere Tanzarten?

Pomahawong: Ich habe eine Hip-Hop-Gruppe, die ich montags unterrichte. Alle andern Schüler lernen Breakdance.

Zischup: Bei den akrobatischen Meisterleistungen gibt es sicher auch viele Verletzungen?

Pomahawong: Das kommt darauf an wie man trainiert. Ein paar blaue Flecken sind schwer zu vermeiden. Größere Verletzungen lassen sich durch gutes Aufwärmen und Dehnen eingrenzen.

Zischup: Nehmen Sie auch an Wettkämpfen oder sogenannten "Battles" teil?

Pomahawong: Sicher, mit den "Battle Toys", das ist eine kleine Gruppe von Breakdancern, bei denen auch der ehemalige Deutsche Meister tanzt, gehe ich zwei Mal pro Monat auf Battles. Im Sommer gibt es mehr Battles als im Winter.

Zischup: Was war der größte Wettkampf, an dem Sie teilgenommen haben?

Pomahawong: Das "Battle of the year" vorletztes Jahr. Wir haben aber auch im "Championship 2010" gewonnen.

Zischup: Sind die Battles, die Sie besuchen, international?

Pomahawong: Die meisten schon. Ein bis zwei Mal im Jahr fahren wir ins Ausland.

Zischup: Was ist ihr Ansporn? Wieso investieren Sie so viel Zeit?

Pomahawong: Ich brauche keinen Ansporn mehr. Die Hälfte meines Lebens besteht aus Breakdance.

Zischup: Sie tanzen, seit Sie elf sind. Hat es Ihnen schon damals solchen Spaß gemacht?

Pomahawong: Ja, ich konnte gar nicht mehr aufhören und seitdem macht es auch nicht weniger Spaß.

Zischup: Wollen Sie für den Rest Ihres Lebens weiter Breakdance tanzen?

Pomahawong: Solange, bis ich körperlich nicht mehr kann. Und dann gibt’s ja noch andere Tänze.

Zischup: Wie viele Schüler unterrichten Sie in einem Kurs?

Pomahawong: Im HipHop mehr als im Breakdance, also etwa sechs bis 15 Schüler und Schülerinnen. Es werden aber immer mehr, denn Breakdance wird immer angesagter.