Die Lehrkräfte durften nicht an die Schule

Eva Boehm und Christian Wilker

Von Eva Boehm und Christian Wilker (Freiburg)

Sa, 27. Juni 2020

Leserbriefe

Lehrkräfte, die aufgrund relevanter Vorerkrankungen oder Schwangerschaft der Corona-Risikogruppe A zugeordnet wurden, durften keinen Präsenzunterricht, sondern ausschließlich Fernlernunterricht aus dem Homeoffice halten. Das ist eine Tatsache. Auch diejenigen, die gerne ihre Schülerinnen und Schüler weiter Face to Face unterrichtet oder auf Prüfungen vorbereitet hätten, durften nicht ins Klassenzimmer und zu Beginn nicht einmal zum Kopieren ins Schulhaus. Offenbar wurde Frau Streif auf Nachfrage beim Kultusministerium diesbezüglich eine andere Auskunft als den betroffenen Lehrkräften und auch den Schulleitungen gegeben. Das ist ärgerlich. Lediglich den Lehrkräften, die aufgrund ihres Alters oder weil sie mit stark gefährdeten Personen in einem Haushalt leben, einer Risikogruppe B zugeordnet wurden, war es freigestellt, Präsenzunterricht zu halten oder nicht. Es ist schade und falsch, wenn der Eindruck entsteht, dass sich ein Drittel der Lehrerinnen und Lehrer den Herausforderungen des Unterrichtens während der Pandemie entzogen hätten.

Eva Boehm und Christian Wilker, Freiburg