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Die Luxemburger Gastronomie

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Mi, 21. Mai 2014 um 14:30 Uhr

Luxemburg mag flächenmäßig zu den kleineren Staaten Europas zählen. Wenn es ums Essen und Trinken geht, hält das Land locker mit den Größten mit.

Luxemburg mag flächenmäßig zu den kleineren Staaten Europas zählen. Wenn es ums Essen und Trinken geht, hält das Land locker mit den Größten mit. Gemessen an der Einwohnerzahl findet der Besucher hier mehr Restaurants als irgendwo sonst auf der Welt, die der angesehene Guide Michelin mit mindestens einem Stern ausgezeichnet hat. Insgesamt elf Esstempel haben die Feinschmecker aus Frankreich überzeugt.

Der gastronomische Erfolg kommt nicht von ungefähr. Die Qualität der Zutaten, die aus Luxemburg stammen, sucht ihresgleichen. Lokale Anbieter von Fleisch, Gemüse und anderen Viktualien achten auf höchste Standards bei ihren Produkten. Die beiden Naturparks des Landes bieten eine ganze Palette von nachhaltig erwirtschafteten Spezialitäten an. Dazu zählen Fleisch, Tee, Kräuter, Dinkel, Mehl, Öl, Senf und Honig. Eine andere Besonderheit sind die nach traditionellen handwerklichen Pökel- und Räuchermethoden zubereiteten Schinken. Judd mat Gaardebounen, bestehend aus gepökeltem und geräuchertem Schweinenacken mit Saubohnen, wird gerne als Nationalgericht bezeichnet. Weitere einheimische Spezialitäten sind Träipen (eine Art Blutwurst, die gebraten und mit Kartoffeln und Apfelmus gereicht wird), Bouneschlupp (grüne Bohnensuppe) und Iertsebulli (Erbseneintopf) sowie Feierstengszalot (Rindfleischsalat) – allesamt deftige und schmackhafte Gerichte.

Längst haben auch die Rezepte der zahlreichen Einwanderer aus dem europäischen Süden ihren Eingang in die Luxemburger Küche gefunden. Wenn ein Einheimischer Pastaschutta zubereitet, meint er damit (in einer hübschen Verballhornung von pasta asciutta) Spaghetti mit Tomatensoße. Die rund 150 Nationalitäten, die mittlerweile in Luxemburg leben, spiegeln sich in der Vielfalt der Restaurants. Für jeden Geschmack gibt es Spezialitäten zu entdecken: von einheimischen über griechische, portugiesische, spanische und lateinamerikanische hin zu asiatischen Leckerbissen aus Japan, China und Thailand.

Zu einem guten Mahl gehört ein guter Tropfen. Nicht nur pflegt Luxemburg seit vielen Jahrzehnten die Kunst des Bierbrauens und Schnapsbrennens. Seit der Römerzeit ist es ebenfalls im Weinbau aktiv. Die Winzer haben es inzwischen zu einer derartigen Meisterschaft gebracht, dass ihre Weine regelmäßig im Ausland mit Preisen ausgezeichnet werden. Auf 42 km entlang der Mosel werden vorwiegend weiße Rebsorten angebaut, darunter Riesling und Grauburgunder. Internationales Renommee genießt auch der Luxemburger Crémant, der unter den europäischen Schaumweinen ganz oben angesiedelt ist.

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