Rasse

Die Probleme würden dadurch nicht gelöst

Klaus Dietz

Von Klaus Dietz (Rheinfelden)

Di, 16. Juni 2020

Leserbriefe

Zu: "Grundgesetz ohne Rasse", Agenturbeitrag (Politik, 12. Juni)
Warum sind dort, wo Saskia Esken auftaucht, Konflikte häufig nicht sehr weit? Ist das Absicht oder Zufall? Natürlich gibt es Rassismus in allen Bereichen der Gesellschaft und natürlich sicher auch in irgendeiner Form bei der Polizei. In Deutschland erkennen die Menschen aber offenbar kaum nicht unmittelbar sichtbaren oder zu erfassenden (latenten) Rassismus in der deutschen Polizei, wie aus einer aktuellen Spiegel-Umfrage hervorgeht, aber durchaus sehr viel Hass, Gewalt und Rassismus gegen die Polizei.

Auch der immer öfter, besonders bei vielen Flüchtlingen, Neonazis und Rechten auftretende Antisemitismus ist nichts anderes als Rassismus. Leider werden unsere Gesetze zu den letzten beiden Punkten nicht konsequent genug angewandt. Es wird auch in dem obigen Beitrag "Racial Profiling" (ethnisches Profiling) durch die SPD-Parteivorsitzende Eskens beklagt. Darf die Polizei bei Menschen mit einem bestimmten Phänotyp Kontrollen durchführen, oder ist dies rassistisch und verstößt gegen die Menschenwürde? Müsste man dann immer gleichzeitig eine weißhäutige blonde Person kontrollieren, um die Kontrolle rechtskonform durchführen zu dürfen?

Allein die Debatte zeigt die Weltfremdheit mancher Kommentatoren. So liegt der Drogenhandel in manchen Städten fest in der Hand arabischer Clans. Würde eine Kontrolle nun nicht möglich sein, nur weil diese Menschen südländisch aussehen? Die Polizei könnte dann ihre Arbeit auch gleich einstellen. Das Wort "Rassismus" im Grundgesetz durch das Wort "rassistisch" zu ersetzen, löst keines unserer Probleme.

Und die Bürger haben ein Recht darauf, dass die Probleme durch die Bundesregierung oder Landesregierungen schnellstens gelöst oder erledigt werden. Viel Glück werden die SPD-Berlin und die Partei unter Führung ihrer Parteivorsitzenden nötig haben. Es geht dort ähnlich zu wie in den USA; Spaltung und Machterhaltungstrieb um jeden Preis. Wo sind die Versprechungen, unter denen Esken einmal angetreten ist? Klaus Dietz, Rheinfelden