Gegner-Porträt

Die schwarze Serie der Borussia beim SC soll diesmal enden

dpa

Von dpa

Do, 04. Juni 2020 um 20:33 Uhr

1. Bundesliga

Borussia Mönchengladbach war in Freiburg bisher selten erfolgreich – der letzte Sieg liegt ganze 18 Jahre zurück. Bei der Begegnung am Freitag will Trainer Marco Rose daher vor allem: angreifen.

Marco Rose will im nervenaufreibenden Vierkampf um die drei Champions-League-Plätze hinter dem Fast-Meister Bayern München nicht das Rechnen beginnen. "In Mathe war ich immer der Typ, der Kreide holen war", sagte der Trainer von Borussia Mönchengladbach mit einem breiten Grinsen: "Rechnen ist nicht so meine Stärke. Und deshalb versuche ich es gar nicht."

"Wir wollen in erster Linie angreifen. Das liegt uns." Marco Rose
Eines ist dem 43-Jährigen aber klar: Ihre Chance will die Borussia mit voller Offensive suchen. "Wir wollen in erster Linie angreifen. Das liegt uns", so Rose vor dem Spiel beim SC Freiburg: "Wir haben das Toreschießen bisher auf breite Schultern verteilt. Jetzt müssen alle noch mal die Kanone laden, damit wir unser großes Ziel erreichen."

Im Vorjahr verspielte die Borussia am letzten Spieltag die Champions-League-Teilnahme, nachdem sie an 24 von 34 Spieltagen auf einem der besten vier Plätze gestanden hatte. Das soll diesmal nicht passieren. Und es wäre auch besonders bitter, weil die Borussia schon fünf Spiele vor dem Saisonende einen Punkt mehr geholt hat als in der gesamten zurückliegenden Spielzeit.

"Es werden immer weniger Spiele. Jetzt geht es um die Wurst", sagte Rose: "Jetzt müssen wir punkten." Und zum Auftakt des 30. Spieltags am besten vorlegen. "Es geht Schlag auf Schlag in diesen entscheidenden Wochen", sagte der Borussia-Coach.

Bei neun Versuchen im Breisgau gab es gerade mal einen Punkt

Die Gladbacher Bilanz in Freiburg ist jedoch eher erschreckend. Sportdirektor Max Eberl hat als Funktionär noch keinen einzigen Sieg im Breisgau gefeiert. Bei neun Versuchen gab es gerade mal einen einzigen Punkt. "Als Spieler habe ich da schon mal gewonnen", sagte Eberl.

"In Freiburg tut sich nicht nur Gladbach schwer." Max Eberl
Beim bisher letzten Gladbacher Sieg am 23. März 2002 (1:0) war er als Rechtsverteidiger dabei. Die Trainer hießen Hans Meyer (Gladbach) und Volker Finke (Freiburg). Die schwarze Serie soll nun enden. Eberl: "Grundsätzlich sollten wir uns aber nicht so lange mit der Vergangenheit beschäftigen. In Freiburg tut sich nicht nur Gladbach schwer. Weil der SC eine sehr gute Mannschaft hat. Und weil die Begebenheiten anders sind."

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