Volleyball

Die Siegesserie des VC Printus Offenburg geht weiter

Wolfram Köhli

Von Wolfram Köhli

Sa, 23. März 2019 um 22:58 Uhr

Volleyball

Der Titel ist bereits gesichert. Aber die Offenburgerinnen arbeiten konsequent an ihrem Ziel, die Zweite Bundesliga der Frauen unbesiegt zu beenden. Mit dem 3:1 am Samstag wurde der 22. Erfolg eingeheimst.

Nele Iwohn laborierte die Woche über an einer Verletzung am Knöchel. So stand sie nicht in der Startsechs. Dieses Schicksal teilte sie mit Zuspielerin Richarda Zorn. Nur sie plagt sich nicht mit einem Wehwehchen herum. Sie durfte sich im drittletzten Spiel der Offenburgerinnen eine Pause gönnen. Katrin Hahn übernahm den Part als Zuspielerin. Ganz die gewohnte Sicherheit trug das Team aber nicht auf dem Feld vor. Der Nachwuchs des Erstligisten aus Wiesbaden ließ sich nicht mit links in die Schranken verweisen, obwohl der Spielverlauf immer deutlich war. Als sich die Annahme der Südbadenerinnen mit den Angaben von Fiona Dittmann konstant schwertat, zog Trainer Völker mit einer Auszeit und dem Rückwechsel von Richarda Zorn beim 18:15 erst einmal die Notbremse. Das wirkte. Mit 25:17 wurde der Eröffnungssatz sicher eingefahren.

Zu viele Fehler des Favoriten

Die latenten Annahmeprobleme traten in Durchgang zwei richtig deutlich zu Tage. 0:8 stand es, nachdem Pauline Schultz acht Bälle serviert hatte. Ein ungewohntes Bild, das zu nicht geplanten Maßnahmen führte. Um das Team und dessen Leistung zu stabilisieren, wechselte Trainer Völker seine erfahrensten Spielerinnen ein. Nele Iwohn und Richarda Zorn. Allein Wunder bewirkte dies nicht. 5:10 und 8:15 waren Zwischenstände, die den 500 Zuschauern den Ernst der Lage auf dem Feld verdeutlichten. Eine Aufschlagserie von Nele Iwohn korrigierte das Bild beim 14:15. Die Probleme mit dem ersten Ball setzten sich erneut fort (14:20). So blieb das Spiel des Meisters alles andere als meisterlich und wurde mit dem zehnten Satzverlust (21:25) bestraft, weil sich der VCO zu viele Fehler geleistet hatte.

Die Konzentration kehrt zurück

Der Satzausgleich war in Offenburgs Matchplan nicht vorgesehen. So rotierte das Team zurück und stabilisierte sich. Bäume wurden mit der Leistung noch keine ausgerissen, aber in Teilen blitzte die Qualität auf, die dieses Team so stark macht. Dem stellten die Wiesbadenerinnen ein ganz beachtenswerte Qualität im Block entgegen. Sie hatten ihre Hausaufgaben gemacht, blockten die Mittelblockerin Ashley Owens mehrmals und zeigten auch Pia Leweling, dass sie ihre Angriffsfähigkeiten gut beobachtet hatten. Nur beim 11:8 zahlte sich das im Resultat aus. Das war es dann auch. Mit dem 25:14 gestaltete sich der Abend wie erwartet.

Zweite Mannschaft wird als Regionalligameister gefeiert

Vor dem letzten Durchgang des Abends erreichte die Stimmung ihren Höhepunkt. Die zweite Mannschaft des VC Offenburg kam in die Halle und wurde für ihr Meisterstück in der Regionalliga der Frauen gefeiert. Sie hatte am Nachmittag im Spitzenspiel der beiden punktgleichen Teams an der Tabellenspitze im fünften Satz dem VfB Ulm mit 15:13 den Aufstieg in die dritte Liga als Meister verstellt. So kommen aktuell die Meister der zweit- und vierthöchsten deutschen Spielklasse im Frauenvolleyball aus der Ortenau.

Richtig flüssig wurden auch im vierten Satz die Aktionen nicht mehr, auch wenn sich die spielerische Qualität steigerte. Am Schluss stand das erwartete Resultat fest. Mit dem 25:16 endete auch das 22. Saisonspiel mit einem Offenburger Erfolg.