Zisch-Schreibwettbewerbgewinner Frühjahr 2020 I

Die unterirdische, magische Welt

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Von ---

Sa, 28. März 2020

Schreibwettbewerb

Von Sophia Mathis, Klasse 4a, Grundschule Tunsel, Bad Krozingen.

B. Zetti und Betti Z. waren ganz schön in Eile. Die beiden Reporter hatten gehört, dass sich auf der großen Wiese hinter der Grundschule eine magische Treppe im Boden gebildet hatte. Alle Leute, die auf der Wiese standen, blickten auf die Treppe, aber niemand wollte hinuntergehen. Als die beiden Reporter ankamen, trat ein junges Mädchen aus der Menge hervor und sprach: "Seht eine magische Treppe. Sie ist wie aus dem Nichts entstanden!"

Plötzlich kam aus der Tiefe eine Stimme und rief: "B. Zetti und Betti Z., helft uns schnell, wir brauchen eure Unterstützung!" B. Zetti wollte von den umherstehenden Leuten wissen, ob ihnen denn irgendetwas Besonderes aufgefallen wäre, aber alle verneinten dies.

B. Zetti und Betti Z. beschlossen, die Treppe hinunterzugehen. Als sie auf dem Weg nach unten waren, wurde es immer heller und heller. Irgendwann kamen sie durch ein Tor ins Freie.

Das Erste, was sie sahen, war Zuckerwatte. Als sie weitergingen, trauten sie ihren Augen nicht. Vor ihnen stand ein Zuckerwatte-Wolken-Einhorn mit Lollis in der Mähne. Die Menschen sahen aber ganz normal aus. Außerdem gab es normale Pferde, Einhörner und fliegende Pferde. Was den beiden nur seltsam vorkam, war, dass sich alle Pferde, ob Einhorn oder normales Pferd, von Süßigkeiten ernährten. Das war schon sehr komisch.

Da kam ein Mann in Reitkleidung angerannt und rief den beiden zu: "Endlich seid ihr da, wir haben bereits auf euch gewartet. Mein Name ist Phillip. Kommt schnell mit, wir brauchen eure Hilfe!" Ohne zu zögern folgten B. Zetti und Betti Z. Phillip und versuchten währenddessen herauszufinden, was geschehen war. Phillip erklärte ihnen, dass sich eine große Marshmallow-Explosion zugetragen hatte, bei der sich eines der fliegenden Pferde seine Flügel verklebt habe und nun in der Marshmallow Masse festklebe. Er versicherte ihnen, dass ihre Hilfe dringend vonnöten sei, da sich die Flügel ansonsten auflösen würden. Beide Reporter waren sich sofort dem Ernst der Lage bewusst.

Endlich kamen sie an. Das fliegende Pferd, das sich Pegasus nannte, wieherte vor Angst und Schmerzen. B. Zetti und Betti Z. waren sich unsicher, was sie tun sollten, weil so große Erwartungen in sie gesetzt wurden und sie doch keine magischen Kräfte besaßen. Phillip bemerkte sofort ihre Unsicherheit und beteuerte, dass sie keine magischen Kräfte besitzen müssten, um Pegasus zu helfen. Alles, was notwendig sein würde, wären ein gutes Herz, Vertrauen, Mut und Stärke.

Die beiden Reporter waren nun überzeugt, diese große Aufgabe bewältigen zu können. Sie steckten ihre Köpfe zusammen, um einen Plan zu entwickeln, Pegasus zu helfen. Dann kam B. Zetti auf die Idee, dass einer von ihnen Pegasus beruhigen, während der andere die Flügel aus der Marshmallow-Masse ziehen sollte.

Aber was konnten sie verwenden, ohne Pegasus zu verletzen? Betti Z. kam die zündende Idee. Sie zog ihren Füller hinter ihrem Ohr hervor. "Wir brauchen nur den Füllerkopf!", versicherte sie. "Reiß fest daran!", befahl sie B. Zetti, der sie daraufhin verwundert anblickte. "Vertraue mir!", entgegnete Betti Z. seinem misstrauischen Blick. "Ich kann ihm helfen. Wir lassen Pegasus nicht im Stich. Er ist ein Lebewesen genau wie du und ich – nur magisch!"

B. Zetti war schnell überzeugt und brach den Füllerkopf vom restlichen Füller ab und überreichte ihn Betti Z.. Sie hingegen bog den Füllerkopf auseinander und konnte ihn somit wie eine Schere benutzen. Ihr gelang es sofort, die Flügel von Pegasus zu befreien, während B. Zetti das Pferd beruhigte.

Pegasus war sichtlich erleichtert und auch seine Flügel blieben unversehrt. Es bedankte sich bei den beiden Reportern. Dann erhob sich Pegasus in die Lüfte und zauberte als Abschiedsgeschenk ein Regenbogenherz in den Himmel.

Nun konnten die beiden zufrieden in ihre Welt zurückkehren. Jetzt hatten sie ihren Artikel, auf den sie so lange gewartet hatten. Alle waren total begeistert, und es wurde wochenlang über nichts anderes gesprochen! Was für ein Abenteuer!