Viruserkrankung H5N1

Die Vogelgrippe ist im Landkreis Waldshut angekommen

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Di, 30. März 2021 um 19:15 Uhr

Waldshut-Tiengen

Viele Tiere sind erkrankt: Bisher liegen dem Veterinäramt von 24 Betrieben im Landkreis positive Geflügelpestbefunde vor.

Eingeschleppt wurde die Vogelgrippe am 19. März von einem fahrendenden Geflügelhändler aus dem Raum Paderborn, der an Klein- und Hobbyhaltungen Nutz- und Rassegeflügel wie Hühner, Enten, Gänse, Puten oder Wachteln in verschiedenen Gemeinden des Landkreises verkauft hat.

Beim Veterinäramt haben sich inzwischen 24 Geflügelhalter gemeldet. "Das Veterinäramt geht aber davon aus, dass es noch zahlreiche weitere Käufer gibt, die sich dringlich melden sollen", schreibt das Landratsamt. In fast allen Betrieben ist es nach ein bis sieben Tagen nach dem Kauf zu den typischen Krankheitsanzeichen wie Teilnahmslosigkeit, Schwäche, röchelnde Atmung mit Verschleimungen der Atemwege, Kopfschütteln und Atemnot oder sogar Todesfällen bei den Hühnern gekommen – sowohl bei den zugekauften Tieren als auch bei den bereits im Bestand befindlichen Tieren.

Bisher liegen dem Veterinäramt von 15 dieser 24 Betriebe positive Geflügelpestbefunde vor. Da davon auszugehen sei, dass alle Tiere auf dem Transportfahrzeug des Geflügelhändlers mit dem Virus infiziert waren, wurde aus Gründen der Seuchenverschleppung sämtliches Geflügel in den bisher bekannten Betrieben getötet und über die Tierkörperbeseitigung beseitigt. Die Tierseuchenkasse zahlt den Besitzern eine Entschädigung für ihre Tiere. "Es gilt, die Ausbreitung der Krankheit so schnell wie möglich zu unterbinden, um andere Geflügelhalter – von kleinen Hobbyhaltungen bis zu größeren landwirtschaftliche Geflügelhaltungen – zu schützen", heißt es in dem Schreiben.