Kein Umzug

Die Buurefasnacht in Weil am Rhein findet 2021 nicht statt

Norbert Sedlak

Von Norbert Sedlak

So, 18. Oktober 2020 um 12:14 Uhr

Weil am Rhein

Die Cliquen sind sich einig: die Buurefasnacht für der Saison 2020/21 ist abgesagt. Die Entscheidung auch im Hinblick auf die aktuell wieder steigenden Corona-Infektionszahlen.

Corona macht auch nicht vor der Wiler Buurefasnacht halt – "Wileri und Wilero" wird es in dieser Fasnachtssaison nicht geben. Die Interessengemeinschaft Weiler Strassenfasnacht (IG) hat nach sorgfältigem Abwägen entschieden, sämtliche Veranstaltungen der Saison 2020/2021 abzusagen.

Es wird also kein Narrenbaumsetzen, keine Hemliglunkiumzüge in Weil und Haltingen, keine Kinderfasnacht, kein Narrenfest am Lindenplatz, kein Guggemonsterkonzert auf dem Rathausplatz und auch nicht den großen Buurefasnachtsumzug sowie kein Fasnachtsfeuer geben. Auch das 22-jährige Jubiläum der Interessengemeinschaft wird leider nicht stattfinden, gab Uwe Wissler in einer Pressemitteilung bekannt.

Alle organisierten Cliquen tragen Entscheidung mit

Diese Entscheidung tragen alle 20 in der IG organisierten Cliquen und Musiken, Behörden und Sponsoren mit. Die Cliquenvertreter hatten sich im Anschluss an die Mitgliederversammlung zusammengesetzt und das Thema diskutiert und entschieden. Mit diesem Entscheid leiste die IG Weiler Strassenfasnacht ihren Beitrag zur Eindämmung der Coronapandemie – in der Hoffnung, die Fasnacht 2022 wieder regulär zu organisieren und umso ausgelassener feiern zu können, teilte die Dachorganisation mit.

Die Fasnacht als solche kann, will und werde die "IG Weiler Strassenfasnacht" nicht absagen, dies käme einer Absage von Weihnachten gleich. Dieser Entscheid gelte nur für die von der IG organisierten Veranstaltungen, nicht für die individuelle Fasnacht eines jeden Einzelnen. Die IG zähle jedoch auf die Solidarität unter den Fasnächtlern.

Sorge wegen Corona auch bei vergangener Fasnacht

"Ich bin ehrlich, bis vierzehn Tage nach dem Buurefasnachtsumzug habe ich geschwitzt, ob Weil durch die närrische Veranstaltung ein Hotspot wird", Uwe Wissler. Die Interessengemeinschaft Straßenfasnacht (IG) blickte bei der Hauptversammlung mit einigen Bauchschmerzen auf die vergangene gelungene Fasnachtssaison zurück. "Ich bin ehrlich" betonte IG Chef Uwe Wissler "bis vierzehn Tage nach dem Buurefasnachtsumzug habe ich geschwitzt, ob Weil durch die närrische Veranstaltung ein Hotspot wird". Wenn der Umzug nur eine Woche später stattgefunden hätte, wäre er sicherlich nicht durchgeführt worden, war sich Wissler sicher.

"Die Gesundheit steht über allem" bemerkte auch OB Dietz, "erst nach Rücksprache mit dem Landratsamt und im Gleichklang mit der Stadt Lörrach betreffend des Hauinger Buurefasnachtsumzug, erteilte die Stadtverwaltung nach intensiver Beratung die Zustimmung".

20 Cliquen mit 277 aktiven Fasnächtlern und 119 Kinder und Jugendliche seien in der Interessengemeinschaft organisiert, informierte der IG Chef, und freute sich, dass er von allen Cliquen mindestens einen Vertreter begrüßen durfte. Erstmals nahmen neben OB Dietz auch der zukünftige Kulturamtsleiter Peter Spörrer teil. Auch Oberzunftmeister Dietmar Fuchs bekundete durch seine Teilnahme die Verbundenheit der Saal- mit der Straßenfasnacht.

Einen detaillierten Jahresrückblick ersparte sich Wissler, und wies stattdessen darauf hin, das es das Ziel sei, die Weiler Buurefasnacht zu erhalten und deren Attraktivität weiter zu steigern. Für das vakante Amt des zweiten Vorsitzenden gebe es mit Andreas Kiesewetter (Mooswaldsiechä) einen Interessenten, der allerdings erst in die Arbeit der Dachorganisation reinschnuppern möchte. Die beiden Cliquen Wiler Trüblizupfer und Wiler Bäfzger Häxe haben ihr Probejahr erfolgreich abgeschlossen und wurden einstimmig in die IG aufgenommen.