Kriminalstatistik

Die Zahl der Straftaten in Schwanau ist gesunken

Ulrike Derndinger

Von Ulrike Derndinger

Do, 22. Juli 2021 um 15:59 Uhr

Schwanau

177 Straftaten wurden in Schwanau im Vorjahr registriert. Das sind 49 weniger als im Jahr 2019. Schwanau stehe in dieser Hinsicht gut da, hieß es im Gemeinderat.

Martin Braun, Leiter des Polizeipostens Schwanau, stellte weitere Details der Kriminalstatistik des Vorjahrs vor. Unter Jugendlichen und jungen Erwachsenen seien weniger Straftaten registriert worden, sagte Braun. 2019 waren 14 Jugendliche straffällig geworden, 2020 nur fünf. Mit Blick auf die Gesamtzahl der Tatverdächtigen war die deutliche Mehrheit männlich (97 von 110). Straftatbestände gegen die sexuelle Selbstbestimmung hätten zugenommen, hieß es. Deren Zahl erhöhte sich von drei auf sechs. Sexuelle Belästigung kam gegenüber dem Vorjahr (0) einmal vor, sexueller Missbrauch zweimal. 2019 hatte es einen Fall gegeben.

Das Delikt der Körperverletzung taucht in der Statistik gegenüber 2019 (18) mit vier Fällen mehr auf. Auch beim Diebstahl von Kraftfahrzeugen kam es zu drei Fällen mehr als 2019, als keine derartigen Vorfälle verzeichnet worden waren. Beim Ladendiebstahl stieg die Zahl von einem Fall auf fünf Fälle. Laut Martin Braun war dafür eine spezielle Tätergruppe verantwortlich. Die Fälle wurden aufgeklärt.

Wenig Gewalt gegenüber Polizisten

Zusammengefasst ergibt sich folgendes Bild: Die Rauschgiftkriminalität hat abgenommen (13 statt 25 Fälle), die Gewaltkriminalität ebenso (von sechs auf vier). Die Zahl der wirtschaftskriminellen Taten stieg von drei auf acht Fälle, Jugendschutzdelikte stagnierten bei einem Fall, Computerkriminalität ging von fünf auf zwei Fälle zurück, die Zahl bei der Umweltkriminalität (zum Beispiel weggeworfene Reifen im Wald) stieg von zwei Fällen auf sieben. Aggressionsdelikte im öffentlichen Raum reduzierten sich von neun auf zwei Fälle. Die Straßenkriminalität reduzierte sich von sieben auf sechs Fälle, vermutlich deshalb, weil es keine öffentliche Feste gab. Schwanau gebe laut Braun bis auf Ausnahmen ein gutes Bild ab. Gewalt gegen die Polizei sei kaum Thema: "Hier redet man miteinander."