Glosse

Die Zeit der Inquisition ist längst vorbei

Hubert Bohnert

Von Hubert Bohnert (Seelbach)

Di, 29. September 2020

Leserbriefe

Zu: "Gottloses Geschreibsel unterm Niveau der BZ", Zuschrift von Gerhard Jost (Forum, 24. September)
Herr Zipperlen hat nichts falsch gemacht. Der Text war schön zu lesen und in keiner Weise beleidigend. Irgendjemand muss Herrn Jost mal erklären, dass die Zeit der Inquisition längst vorbei ist und wir im 21. Jahrhundert leben.

Es kann nicht sein, dass ein religiöser Fanatiker die freie Presse derart angreift. Ganz typisch für religiöse Fundamentalisten: anmaßend und gleich drohen mit Hölle, Tod und Teufel. Die uralte Masche, mit der die christliche Kirche die Menschen geknutet hat. Herr Jost ist gut beraten, vor seiner eigenen Tür zu fegen: Allein mit meinem Geschichtswissen über die Untaten des Christentums könnte ich locker ein Samstagsmagazin in der BZ gestalten.

Die Kreuzzüge haben 22 Millionen Menschen das Leben gekostet, die Evangelisierung Südamerikas 60 Millionen. Die zweite Zahl entstammt einem Bericht im Konradsblatt in den 80er Jahren während des Pontifikats von Johannes Paul II. Das war unserer Kirche gerade mal einen Nebensatz wert. Vor diesem Hintergrund sollten Leute wie Herr Jost den Ball flach halten …Hubert Bohnert, Seelbach