Diese Grundlage hat noch heute Gültigkeit

Hanspeter Büchi (CH-Stäfa)

Von Hanspeter Büchi (CH-Stäfa)

Do, 10. September 2020

Leserbriefe

Es war das Völkerbundmandat von 1922, das für die jüdische Heimstätte (ab 1948 Staat Israel) verbindlich das Gebiet zwischen Jordan und Mittelmeer (inklusive ganz Jerusalem) festlegte. Entgegen der Meinung von Herrn Reiner ist diese Grundlage noch heute gültig, geschützt durch Artikel 80 der UNO-Charta.

Die Auflösung des Völkerbundes 1947 änderte nichts daran. Als Nachfolgerin schlug die UNO 1947 angesichts des Konflikts mit den Arabern eine Teilung des Mandatsgebiets in einen jüdischen und einen arabischen Staat vor. Die jüdische Seite sagte ja, jedoch scheiterte der Teilungsplan am Nein der Araber, die 1948 mit Krieg antworteten. Israel wehrte sich erfolgreich, doch besetzte Jordanien Teile des jüdischen Mandatsgebiets, das Westjordanland und Ostjerusalem (bis 1967).

Eine Umsetzung des Teilungsplans hätte die Zustimmung beider Seiten erfordert. Dies wurde verfehlt, womit der Plan nichtig wurde. Damit blieben die Grundlagen aus dem Völkerbundmandat gültig. Es existiert kein "palästinensisches Territorium", gilt auch für Ostjerusalem.
Hanspeter Büchi, CH-Stäfa