Dressur vor leeren Rängen jenseits der Brigach

Johannes Bachmann

Von Johannes Bachmann

Do, 27. August 2020

Reitsport

Dressur-Olympiasiegerin Isabell Werth ist am Wochenende der Star beim auf Corona-Maß gestutzten CHI in Donaueschingen.

(jb). Hunderte Fans bei der Fahrt der Sechsspänner an der Donau, Tausende auf den Rängen des altehrwürdigen und in den vergangenen Jahren modernisierten Reiterstadions. Das internationale Reitturnier CHI in Donaueschingen ist seit Jahrzehnten ein Klassiker für Pferdesportler aus aller Welt. Die Menschen strömten bislang, dem meist durchwachsenen Wetter zum Trotz, zuhauf zu den Wettbewerben. Vor einer Woche hätte die CHI-Ausgabe 2020 in Donaueschingen ausgetragen werden sollen – doch die Corona-Pandemie stoppte die große Schau von Pferd und Mensch vor zigtausenden Zuschauern. Immerhin: von Freitag bis Sonntag gibt es jetzt in Donaueschingen doch internationalen Reitsport der Extraklasse zu sehen – allerdings nur auf dem Dressurplatz. Stargast in Donaueschingen ist die sechsfache Olympiasiegerin Isabell Werth, die besondere Momente mit Donaueschingen verbindet. Als junge, noch weitgehend unbekannte Reiterin sicherte sie sich bei der Dressur-Europameisterschaft Ende der 1980er-Jahre im Donaueschinger Schlosspark ihren ersten großen Titel.

Am Wochenende erwartet Werth ein Auftritt vor fast leeren Rängen. "Wir haben die maximale Zahl der Teilnehmer und Besucher auf 320 begrenzt", so Turnierchef Kaspar Funke.