Zisch-Schreibwettbewerb Frühjahr 2021 II

Ein chaotischer Ausflug

Mi, 07. Juli 2021 um 16:23 Uhr

Schreibwettbewerb

Von Kai Sommer, Klasse 4e, Goetheschule, Rheinfelden

Hallo, ich bin Tom Meerschweinchen. Ich wohne mit meiner Schwester Lisa und meinen Eltern in einem großen, roten Haus in der Schweinchen-Allee. Wie unser Nachname schon sagt, sind wir alle Meerschweinchen. Heute gab es eine Schlagzeile, in der unsere Namen genannt wurden! Sicher fragt ihr euch gerade warum? Ich werde euch die ganze Geschichte erzählen:

Also, es begann gestern um zwölf Uhr. Mama sagte beim Mittagessen, dass wir einen Ausflug zum See machen werden. Ich und Lisa waren sehr glücklich, denn wir wollten schon immer mal hin. Als wir am See ankamen, packte Papa ein großes Gummiboot mit einem kleinen Ruder aus. "Das", sagte er an mich und Lisa gewandt, "habe ich gekauft, als ihr schon im Bett wart." Papa grinste breit. "Ich will das Boot mit euch testen, indem wir über den See fahren, bis zum gegenüberliegenden Ufer." Mit einer Luftpumpe pumpte er das Boot auf. Dann wuchtete er es aufs Wasser. Wir gingen auf das Boot zu, doch Mama blieb am Ufer. Plötzlich rief Mama: "Wartet! Zieht euch bitte das über!" Sie hielt vier Schwimmwesten in den Händen. "Sicherheit geht vor", meinte sie. Schnell zogen wir uns die Westen über.

Endlich starteten wir. Gerade, als wir in der Mitte des Sees angekommen waren, hörten wir ein lautes "Rums" und kurz darauf ein leises "Pffff ". Ich war so erschrocken, dass ich fast vom Boot gefallen wäre. Zum Glück konnte Lisa mich noch rechtzeitig packen, doch das Ruder schwamm davon. "Was war das?", fragte sie nervös. Keine Antwort. Stattdessen sagte Papa nicht unbesorgt: "Lasst uns das Boot kontrollieren." Gesagt, getan.

"Papa!", hörte ich Lisa schrill rufen, "ich habe ein Loch gefunden!" Es war nicht groß, aber auch nicht klein. Papa rannte (was auf einem Gummiboot nicht leicht war) zum Rucksack. Er kam mit einer Rolle Klebeband zurück und meinte: "Damit können wir das Boot für einige Zeit abdichten. Außerdem habe ich einen Notruf abgesetzt, denn das Ruder ist futsch. Das heißt, dass wir uns nicht vom Fleck bewegen können. Wir müssen auf das Rettungsboot warten."

15 Minuten später fuhr ein Boot auf uns zu. Der Fahrer befestigte dicke Seile an unserem Gummiboot. Dann zog er uns und unser Boot zum Ufer. Dort erwarteten uns schon ein Haufen Reporter. So kam am nächsten Tag (also heute) diese Schlagzeile zustande: "Familie Meerschweinchen gerettet". Nun sind wir in der ganzen Stadt eine Berühmtheit.