Ein Fingerzeig zum Himmel

Thomas Mutter

Von Thomas Mutter

Sa, 11. September 2021

St. Blasien

BZ-SERIE: WO? Türmchen aus gefügter Vergangenheit.

. Jedweder gewaltige Turm, wenn er nicht gerade zum lieblichen Türmchen wie das fotografierte verfeinert ist, verkörpert meistens einen gewissen Stolz des Auftraggebers, dann aber auch einen (oftmals zur Verteidigung bedingten) Höhendrang mit dem aus vielerlei Gründen nützlichen Blick in die Ferne.
Von all dem will dieses reizende Türmchen nichts wissen. Es ist aus geordneter Vergangenheit, in der alles seine gefügten Lebensabschnitte hatte, freundlicherweise herübergekommen in eine schnelllebige und sehr technische Zeit. Es steht zu vermuten, dass das erkennbare Glöcklein zu Gebetszeiten oder vielleicht auch nur zum Mittagessen gerufen hat.

Dennoch ist der hölzerne Hausschmuck kein Abschluss einer kleineren Kirche oder einer Kapelle, wenngleich die Überlegung sich schon aufdrängt. Aber dieser Gedanke führt leider vom Sucherfolg weg. Türmchen und Glöckchen – man muss einfach bei dieser putzigen Verkleinerungsform bleiben – sind jetzt der Blickfang eines unübersehbaren Anwesens. Aber natürlich erscheint auch der kleinste Turm als einstmals verstandene Verbindung zwischen Mensch und Gott, zwischen Erde und Himmel. Und nun wollte die geneigte Leserschaft wissen, über welchen Gemeindeteil sich der Himmel spannt, zu dem dieser "Finger" weist.
Auflösung vom letzten Samstag: Die Eidechse verharrt am Fuß des 1899 eingeweihten Krafft-Denkmals gegenüber dem Kurgarten-Pavillon. In der Umgebung des Denkmals und am Gedenkstein selber hat sich seither manches verändert. Die Eidechse ist geblieben.