Ein Gefühl wie unentschieden

Wolfgang Künstle

Von Wolfgang Künstle

Mo, 07. Oktober 2019

Oberliga BaWü

Der TuS Schutterwald hat trotz des Sieges etwas aufzuarbeiten.

FELLBACH (wk). Der TuS Schutterwald holt auch beim Schlusslicht der Oberliga vor den Toren Stuttgarts zwei Punkte und setzt seine überraschende Serie fort. 32:30 (16:19) hieß es beim Schlusspfiff. In der ersten Hälfte zeigte der TuS Schutterwald eigentlich einen guten Handball, stand sicher in der Abwehr und spielte auch vorne das, was man sich im Vorfeld vorgenommen hatte – doch alles ging viel zu langsam. "Anstatt zügig zurückzulaufen blieben die Spieler nach einem misslungenen Angriff noch auf den Boden sitzen und schauten den Schiedsrichter an", beschrieb Trainer Nico Baumann einige Szenen vor der Pause. Die Fellbacher ließen sich nicht lange bitten und nutzten die so entstandenen Lücken in der Schutterwälder Defensive dankend aus. Der Pausenrückstand war die Folge – und eine handfeste Standpauke des Übungsleiters in der Kabine.

Umso mehr hängte sich sein Team im zweiten Abschnitt rein. Das Rückzugsverhalten klappte nun perfekt und auch vorne nutzten die Schutterwälder die Chancen konsequenter. "Es war kein berauschendes Spiel, sondern viel Stückwerk", sagte Baumann. "Es gibt einiges aufzuarbeiten." Als die Begegnung vorbei war, standen beim TuS Schutterwald zwei Tore mehr auf der Anzeigentafel. "Ein bisschen hat es sich wie ein Unentschieden angefühlt", sagte Baumann, der beinahe ein klitzekleines bisschen Mitgefühl für die wackeren Fellbacher aufbrachte: "Sie stehen mit minus zehn Toren und null zu zehn Punkten am Tabellenende. Da gehört schon einiges an Pech dazu. Schlecht sind sie ganz sicher nicht."

TuS Schutterwald: Dold 1, Herrmann; Wöhrle 7, Harter 7, Herzog 1, Huck, Vornholt 2, Heuberger 1, Körkel 2, Baumann 5, Langenbacher 4, Seigel 2. Spiel-Film: 1:1, 4:2, 5:3, 5:6 (10.), 6:8, 8:10, 9:11, 13:11 (23.), 15:12, 18:13, 19:16 – 20:19, 21:21, 24:22, 24:25 (43.), 26:28, 29:29, 29:31, 30:32. Zuschauer: 250.